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Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien auf Sylt
In den vergangenen Jahren wurde die Insel mit der markanten Silhouette regelrecht überrannt. 2010 tummelten sich 832.000 Gäste zwischen List und Hörnum, brachten es auf 6,6 Millionen Übernachtungen. Für dieses Jahr rechnet man mit „Stagnation auf hohem Niveau“. Dasselbe könnte für die Mieten gelten. Für die Gastgeber eine ganz neue Erfahrung. Denn sie kennen nur noch Sprünge nach oben, analog zu den rasant steigenden ...
In den vergangenen Jahren wurde die Insel mit der markanten Silhouette regelrecht überrannt. 2010 tummelten sich 832.000 Gäste zwischen List und Hörnum, brachten es auf 6,6 Millionen Übernachtungen. Für dieses Jahr rechnet man mit „Stagnation auf hohem Niveau“. Dasselbe könnte für die Mieten gelten. Für die Gastgeber eine ganz neue Erfahrung. Denn sie kennen nur noch Sprünge nach oben, analog zu den rasant steigenden Kaufpreisen.
In Kampen und Keitum werden bereits Wochenpreise von 5500 bis 10.500 Euro für ein hervorragend ausgestattetes Haus in Toplage verlangt. Da bleibt nicht mehr viel Luft nach oben. Die Erklärung für die Mondpreise ist simpel: Es mangelt an Mietobjekten. „Wer in Kampen ein Haus von 3 Mio. Euro an aufwärts kauft, vermietet nicht mehr“, weiß Holger Carstens von Densch & Schmidt, einer der rund 200 Sylter Makler. Er spricht nicht von Luxusobjekten. Für 3 Mio. Euro erhält der Käufer nicht einmal ein frei stehendes Haus.
So gesehen sind die Mietpreise moderat: Die Rendite liegt nach Einschätzung von Tom Kirst oft nur bei knapp drei Prozent und reicht gerade, um die laufenden Kosten zu decken. „Bei der Ferienimmobilie sollte die mögliche Wertsteigerung der entscheidende Faktor sein“, sagt der Sylt-Makler von Dahler & Company. Und auf die ist immer Verlass gewesen, Geld hat hier noch niemand verbrannt.
Es ist nicht nur das Reizklima, das Käufer lockt, sondern der Wunsch nach einer wertstabilen Geldanlage. „Wir profitieren von jeder Krise“, bringt es ein Sylter Makler auf den Punkt. „In Japan bebt die Erde, hier wackelt der Euro, in den klassischen Urlaubsländern am Mittelmeer demonstriert das Volk – bei uns steigen die Immobilienpreise.“
Selbst die angeblich „billigeren“ Ecken der Insel sind inzwischen teuer. In Rantum kosten Doppelhaushälften zwischen 2,5 und 3 Mio. Euro, in Westerland werden Neubauwohnungen vom Plan weg gekauft, auch wenn dafür zwischen 7000 und 8000 Euro je Quadratmeter gezahlt werden müssen.
In Wenningstedt verläuft die Entwicklung ähnlich: Hier sind die Preise 2010 um durchschnittlich fünf Prozent gestiegen, in Lagen mit Meerblick sogar um zehn Prozent. Neubaueinstiegspreise um 4000 Euro je Quadratmeter und Höchstpreise bis zu 10?000 Euro sind üblich. „Früher hätte man jeden Makler, der so etwas im Angebot hat, gleich in die Zwangsjacke gesteckt“, sagt ein ortsansässiger Immobilienvermittler, „das war in Wenningstedt unvorstellbar.“ Heute heiße es: „Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis noch.“
Ferienorte-Vergleich: Die besten Wohnlagen
| Durchschnittspreise | Ferienhaus Kaufpreis in Euro | Ferienwohnung Kaufpreis pro qm | Capital-Urteil** | |||
| Kampen | 3.000.000 - 17.000.000 | ![]() | 8000 - 20.000 | ![]() | ![]() | |
| Keitum | 1.800.000 - 9.000.000 | ![]() | 4000 - 16.000 | ![]() | ![]() | |
| List | 350.000 - 5.500.000 | ![]() | 3000 - 10.000 | ![]() | ![]() | |
| Wenningstedt | 600.000 - 8.000.000 | ![]() | 4000 - 10.000 | ![]() | ![]() | |
| Westerland | 750.000 - 3.000.000 | ![]() | 5000 - 12.000 | ![]() | ![]() | |
Preisprognose für 12 Monate:
= mehr als +5%,
= +2 bis +5%,
= +2 bis -2%,
= -2 bis -5%,
= mehr als -5%.
(*kein ausreichendes Angebot; **Capital-Urteil: Ein Haus steht für "Finger weg",fünf Häuser stehen für ein "sehr attraktives Investment")



