Kontrollierter Zuzug - Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien in Österreich

Tirol will durchgreifen: Wer sein Feriendomizil nicht registrieren lässt, muss zahlen. Das treibt die Preise, zumal es für Neubauten kaum Genehmigungen gibt. Gute Nachrichten für Besitzer österreichischer Ferienimmobilien: Das Bundesland Tirol hat für all jene, die ihre Domizile nur zeitweise nutzen, die Meldefrist verlängert. Bis zum 30. Juni 2014 kann nun jeder noch einen Zweitwohnsitz bei seiner Gemeinde registrieren lassen. Ursprünglich war die Frist ...

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Kontrollierter Zuzug - Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien in Österreich

Tirol will durchgreifen: Wer sein Feriendomizil nicht registrieren lässt, muss zahlen. Das treibt die Preise, zumal es für Neubauten kaum Genehmigungen gibt.

Gute Nachrichten für Besitzer österreichischer Ferienimmobilien: Das Bundesland Tirol hat für all jene, die ihre Domizile nur zeitweise nutzen, die Meldefrist verlängert. Bis zum 30. Juni 2014 kann nun jeder noch einen Zweitwohnsitz bei seiner Gemeinde registrieren lassen. Ursprünglich war die Frist bereits Ende 1998 abgelaufen. Vielen Käufern von Ferienhäusern und -wohnungen war diese Meldepflicht gar nicht bewusst. Sie hatten sie jedenfalls ignoriert. Und kontrolliert wurde die sogenannte Widmung, wie die Registrierung auf Alpindeutsch heißt, nur selten. Das soll sich ändern. Nach Ablauf der Anerkennungsfrist können künftig empfindliche Bußgelder fällig werden. Schlimmstenfalls droht der Zwangsverkauf der Immobilie.

So wie bei Erich Heitzmann (Name von der Redaktion geändert). Der Rentner muss um seine Ferienwohnung in der Nähe von Innsbruck bangen. Seit 30 Jahren macht er dort regelmäßig Urlaub, um eine Registrierung hat er sich bei den Tiroler Behörden nie bemüht. Die drohen ihm nun mit einem Bußgeld von bis zu 40.000 Euro und der Zwangsversteigerung seines illegalen Freizeitwohnsitzes.

Bislang seien die Ausländer zumeist glimpflich davongekommen, sagt Immobiliengutachter Christian Neumayr aus Sankt Johann. Die angedrohten staatlichen Maßnahmen wurden in den seltensten Fällen auch umgesetzt. Doch zumindest Tirol will fortan strenger auf die Einhaltung der Vorschriften achten. Neumayr geht davon aus, dass die Gemeinden ihre Kontrollen nach dem Ablauf der Nachmeldefrist deutlich verschärfen werden.

Auch die Bundesländer Kärnten und Steiermark könnten mitziehen. Die Behörden dort sind schon länger zurückhaltend mit der Erteilung von Widmungen. Der Grund ist derselbe wie in Tirol: Die Ortschaften sollen nicht zu Geister­enklaven verkommen. Denn wenn Ferien­hausbesitzer nur ein paar Wochen im Jahr zu Gast sind, bleiben die Fensterläden die meiste Zeit zugeklappt.

Wer seine Bleibe zeitweise an andere Urlauber vermietet oder gar ­seinen Hauptwohnsitz nach Österreich verlegt, ...
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Alexander Heintze
capital.de, 22.11.2011

Ferienorte-Vergleich: Die besten Wohnlagen

DurchschnittspreiseFerienhaus
Kaufpreis in Euro
Ferienwohnung
Kaufpreis pro qm
Capital-Urteil**
Ischgl150.000 - 1.500.0001300 - 8000
Kitzbühel500.000 - 20.000.0003000 - 15.000
Lech/Zürs700.000 - 15.000.0005000 - 20.000
Mayrhofen (Zillertal)180.000 - 1.000.0001700 - 4300
Sankt Anton am Arlberg200.000 - 5.000.0002000 - 10.000
Sankt Wolfgang (Wolfgangsee)200.000 - 3.500.0001200 - 4500
Schladming (Steiermark)100.000 - 850.0001200 - 5000
Seefeld (Tirol)310.000 - 3.100.0002000 - 5200
Velden/Pörtschach (Wörthersee)140.000 - 9.500.0001800 - 10.000
Zell am See200.000 - 5.000.0001200 - 5000
Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; Quelle: Maklerumfrage, Erhebungszeitraum 2011
Preisprognose für 12 Monate: = mehr als +5%, = +2 bis +5%, = +2 bis -2%, = -2 bis -5%, = mehr als -5%.
(*kein ausreichendes Angebot; **Capital-Urteil: Ein Haus steht für "Finger weg",fünf Häuser stehen für ein "sehr attraktives Investment")

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