Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien auf Ibiza

Ibiza hat seine große Schwester Mallorca abgehängt und spielt selbstbewusst in derselben Liga wie St. Tropez oder Sylt. Die Finanzkrise hat aber auch hier den Immobilienmarkt deutlich ins Schleudern gebracht. Teilweise sanken die Preise um bis zu dreißig Prozent. Ibiza ist in den vergangenen Jahren zum Hotspot der europäischen Ferienorte aufgestiegen und spielt mittlerweile selbstbewusst in derselben Liga wie St. Tropez, Sylt oder Porto Fino. In Sachen Preisniveau hat die ...

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Durchschnittspreise Top Wohnlage Gute Wohnlage Mittlere Wohnlage Einfache Wohnlage
Einfamilien-
haus Kaufpreis (€)
1.000.000 - 9.000.000
700.000 - 2.500.000
450.000 - 700.000
300.000 - 450.000
Eigentums-
wohnung Kaufpreis pro qm (€)
4500 - 9000
3500 - 4500
2500 - 3500
1500 - 2500
Haus Miete pro Woche (€)
7000 - 20.000
5000 - 8000
3000 - 5000
1500 - 4000
Wohnung Miete pro Woche (€)
3000 - 4000
2500 - 3500
1500 - 2500
700 - 2000
Durchschnittliche Preis- und Mietspannen in Euro für Eigenheime sowie Wohnungen, die bei Wohnfläche, Ausstattung oder Grundstücksgröße typisch für die jeweilige Lagekategorie sind. Als Neubau gelten Objekte, die nicht älter als fünf Jahre sind oder die gerade errichtet werden. Bei Immobilien, die dem Standard nicht entsprechen, können Preise und Mieten von den genannten Werten abweichen. Quelle: Maklerumfrage, Erhebungszeitraum 2010 (*k.A: kein ausreichendes Angebot)
Die besten Wohnlagen für Ferienimmobilien auf Ibiza

Ibiza hat seine große Schwester Mallorca abgehängt und spielt selbstbewusst in derselben Liga wie St. Tropez oder Sylt. Die Finanzkrise hat aber auch hier den Immobilienmarkt deutlich ins Schleudern gebracht. Teilweise sanken die Preise um bis zu dreißig Prozent.

Ibiza ist in den vergangenen Jahren zum Hotspot der europäischen Ferienorte aufgestiegen und spielt mittlerweile selbstbewusst in derselben Liga wie St. Tropez, Sylt oder Porto Fino. In Sachen Preisniveau hat die kleine Baleareninsel ihre größere Schwester Mallorca längst abgehängt. Vor allem in den Boom-Zeiten kurz nach der Jahrtausendwende tendierten die Preise steil nach oben. Alles ließ sich verkaufen, teilweise bis zu 30 Prozent über dem eigentlichen Wert. Zu den besten Kunden zählten neben den Festland-Spaniern britische Investmentbanker, italienische Unternehmer und deutsche Industrielle. Das Ergebnis: „Rund 70 Prozent der Villen und aufwendig sanierten Landhäuser Ibizas sind mittlerweile in der Hand von Nicht-Ibizenkos, die hier ihren Zweitwohnsitz haben“, schätzt Lone Schäfer von Kühn & Partner.

Die Pleite von Lehman brachte den vollkommen überhitzten Markt jäh zum Einsturz. Nach Angaben des spanischen Statistikamtes INE wurden 2008 auf den Balearen knapp 40 Prozent weniger Häuser und Wohnungen verkauft als noch im Jahr zuvor. Ein Jahr später gingen die Verkaufszahlen noch einmal um rund 35 Prozent zurück – und damit deutlich stärker als auf dem spanischen Festland. „2009 war das schlimmste Jahr überhaupt“, stöhnt Dominique Dufournier von Prestige Properties. Die Preise fielen rasant – teilweise um bis zu 30 Prozent. Besonders schwer traf es Apartments. Aber auch Ferienhäuser sind in diese Abwärtsspirale geraten. Deutliche Preiskorrekturen gab es beispielsweise in der Cala Tarida oder Cala Vadella nahe St. Antonio.

Immobilien in Toplagen haben die Preiskorrekturen hingegen weitgehend unbeschadet überstanden. Häuser in der ersten Meereslinie mit direktem Zugang zum Wasser sind so teuer wie eh und je. In Es Cubells, Pourroig oder Ne Xamena kosten solche Objekte mindestens zwei Millionen Euro. Fast genauso stabil haben sich die Preise für luxuriöse Fincas im Landesinneren erwiesen. Rund um Santa Gertrudis, Santa Agnes oder Sant Carlos werden für solche Objekte immer noch eine Million Euro und mehr aufgerufen. Lässt sich von der Terrasse noch ein Blick aufs Meer erhaschen, gibt es einen deutlichen Preisaufschlag. Nur in Einzelfällen, wenn etwa die Eigentümer verkaufen müssen, sind Abschläge von bis zu 30 Prozent möglich.

So leicht wie vor ein paar Jahren geht den Maklern das Geschäft aber auch in diesem Segment nicht von der Hand. Derzeit wollen die meisten Interessenten kaufen, um ihr Geld sinnvoll zu investieren, und gehen daher deutlich kritischer an die Objekte heran als noch wenige Jahre zuvor. „Es ist kein leichter Markt im Moment“, sagt Natascha Sandig von Porta Ibiza. „Die Käufer achten sehr auf Werthaltigkeit und die Möglichkeit, das Objekt wieder verkaufen zu können.“

Merten Worthmann/Johanna Lutteroth
capital.de, 12.10.2011

Ferienorte-Vergleich: Die besten Wohnlagen

DurchschnittspreiseFerienhaus
Kaufpreis in Euro
Ferienwohnung
Kaufpreis pro qm
Capital-Urteil**
Ibiza-Stadt150.000 - 3.000.000 1500 - 9000 
Ibiza-Stadt - Marina Botafochk.A.*3500 - 9000
Sant Antoni de Portmany250.000 - 3.000.000 1500 - 4000 
Sant Josep de sa Talaia450.000 - 9.000.0002500 - 4000
Santa Eulària des Riu250.000 - 5.000.000 2000 - 7000 
Talamanca600.000 - 5.000.0003500 - 7000
Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; Quelle: Maklerumfrage, Erhebungszeitraum 2011
Preisprognose für 12 Monate: = mehr als +5%, = +2 bis +5%, = +2 bis -2%, = -2 bis -5%, = mehr als -5%.
(*kein ausreichendes Angebot; **Capital-Urteil: Ein Haus steht für "Finger weg",fünf Häuser stehen für ein "sehr attraktives Investment")
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Capital-Urteil**
Wer ein Domizil auf Ibiza kaufen möchte, sollte jetzt zuschlagen. Dafür spricht nicht nur das moderate Preisniveau. Seit August 2010 ist der neue Flächennutzungsplan in Kraft, der eine weitere Zersiedelung Ibizas verhindern soll. Demnach darf nur noch vereinzelt und unter strengen Auflagen neu gebaut werden. Auf die Wertstabilität der bestehenden Häuser wird sich das positiv auswirken. Von Ferienwohnungen und Häusern in mittlerer Lage sollte man aber weiterhin die Finger lassen. Die Preise sind weiter auf Talfahrt, denn nach wie vor gibt es ein massives Überangebot.