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Eine für alle - Die besten Wohnlagen in Hannover
Hannover spielt bislang nur in der zweiten Liga der Großstädte. Doch bei Wohnqualität und Urbanität gewinnt die Landeshauptstadt seit Jahren an Attraktivität. Noch gibt es aber auch in teuren Vierteln günstige Wohnungen. Nicht so schön wie Hamburg. Nicht...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Döhren | 150 000 bis 1 000 000 | ![]() | 600 bis 3000 | ![]() | 5,00 bis 9,00 | ![]() | |
| Groß-Buchholz | 180 000 bis 500 000 | ![]() | 1000 bis 2500 | ![]() | 5,00 bis 7,00 | ![]() | |
| Kleefeld | 250 000 bis 2 000 000 | ![]() | 800 bis 3000 | ![]() | 5,00 bis 15,00 | ![]() | |
| Linden | 150 000 bis 300 000 | ![]() | 500 bis 2500 | ![]() | 4,00 bis 7,00 | ![]() | |
| List | 200 000 bis 2 000 000 | ![]() | 800 bis 3000 | ![]() | 5,00 bis 10,00 | ![]() | |
| Nordstadt | 180 000 bis 600 000 | ![]() | 600 bis 2800 | ![]() | 4,00 bis 9,00 | ![]() | |
| Oststadt | 180 000 bis 2 000 000 | ![]() | 700 bis 3000 | ![]() | 5,00 bis 10,00 | ![]() | |
| Südstadt | 180 000 bis 1 000 000 | ![]() | 1000 bis 3200 | ![]() | 5,00 bis 10,00 | ![]() | |
| Zoo | 350 000 bis 2 500 000 | ![]() | 1500 bis 4000 | ![]() | 7,00 bis 15,00 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
Hannover spielt bislang nur in der zweiten Liga der Großstädte. Doch bei Wohnqualität
und Urbanität gewinnt die Landeshauptstadt seit Jahren an Attraktivität. Noch gibt es aber
auch in teuren Vierteln günstige Wohnungen.
Nicht so schön wie Hamburg. Nicht so
mondän wie München. Nicht so cool
wie Berlin – Hannover zählt nicht unbedingt
zu den angesagten Städten in
Deutschland.
Wenn man an die Stadt denkt, dann
in erster Linie als internationalen Messestandort
mit Cebit und Hannover Messe
oder als Drehscheibe für den Zugverkehr,
vielleicht noch als einstiger Expo-Gastgeber.
Wenn man genauer nachdenkt,
fällt einem ein, dass es ein bisschen Society
in der Stadt gibt, dass Ex-Kanzler Gerhard
Schröder in Hannover wohnt, ebenso
wie die ehemalige Ratsvorsitzende der
Evangelischen Kirche, Margot Käßmann. Ganz zu schweigen von Ministerpräsident
Christian Wulff. So langweilig wie
ihr Ruf kann die Stadt also nicht sein.
Hannover hat mehr als eine halbe
Million Einwohner, die Innenstadt gehört
zu den erfolgreichsten Einzelhandelsplätzen
der Republik und baut ihren
Vorsprung mit weiteren Großprojekten
aus: 2008 wurde die Ernst-August-Galerie
fertig, es folgten der Umbau des Opernplatzes
und die aufwendige Restaurierung
des Kröpcke-Centers nahe des
Hauptbahnhofs.
„Hannovers Infrastruktur zählt zu den
besten Deutschlands“, fasst es Peter Läufer,
Immobilienexperte bei der Hannoverschen
Volksbank, zusammen. Schulen
und Kindergärten gibt es in jedem Stadtteil, Krankenhäuser sind dezentral verteilt,
Einkaufsmöglichkeiten auch.
Bei allem Großstadtgetue ist es schnell
wieder ruhig, wenn man das Zentrum
verlässt, selbst in den Vierteln um die City.
Maria del Carmen Weber von Weber &
Surmann Immobilien: „Hannover bietet
nach wie vor ein entspanntes Umfeld mit
hoher Lebensqualität.“
Mit der Eilenriede, einem der größten
Stadtwälder Deutschlands, und unzähligen
kleinen Parks hat Hannover viel
Natur
direkt in der Innenstadt und in
nahezu
jedem Stadtteil. Maschsee, Herrenhäuser
Gärten und (ein bundesweit
bekannter) Zoo heißen die Ausflugsziele,
sie sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln
gut zu erreichen.
Familien und Rentner müssen in
Hannover nicht mehr unbedingt an den
Stadtrand ziehen und auf das gesellschaftliche
Leben verzichten. Das spüren
langjährige Toplagen wie Isernhagen-
Süd oder günstige Stadtteile wie
Davenstedt oder Stöcken. Die Nachfrage
sinkt.
Dass das Leben im Zentrum mit guter
Anbindung an den Nahverkehr beliebter
wird, ist Grund für die aktuellen Bauprojekte:
Große Neubausiedlungen auf
dem Land werden seltener ausgewiesen,
lieber schließt man Baulücken in der
Stadt. Mit modernen Objekten zum Kauf
oder zur Miete.
In Kirchrode beispielsweise sind für
das laufende Jahr zwei Bauprojekte für
Stadthäuser mit neuestem Energiestandard
geplant; auch in Döhren, Groß-
Buchholz und der Nordstadt entstehen
Immobilien der besseren Klasse. Fertig ist
der Wohn-Gewerbe-Campus Meravis in
der Südstadt mit 32 Maisonettewohnungen
und Penthouses, die gekauft oder
gemietet werden können.
„In den vergangenen Jahren ist ein
verstärkter Umzug vom Land in die Stadt
zu beobachten. Dieser Trend setzt sich
in Zukunft fort“, erwartet Elke Mentze,
Maklerin bei Planethome. Wer selbst
noch nicht in die Stadt ziehen kann oder
will, kauft eine Citywohnung erst mal
als Kapitalanlage und nutzt sie dann vielleicht
später selbst.
Nicht zuletzt deshalb rücken neben
den schon seit Langem und nach wie vor
angesagten Stadtteilen wie List, Oststadt
und Zoo andere in der Innenstadt oder
zumindest nahe gelegene Viertel auf.
Newcomer sind allen voran Groß-Buchholz,
die Nordstadt und Linden, aber auch
die Calenberger Neustadt im Schatten des
Ihmezentrums.
In der Preisentwicklung schlägt sich
der Trend derzeit allerdings kaum nieder:
Niedersachsens Landeshauptstadt
gehört immer noch nicht zu den teuren
Städten. „Hier kann man sich Wohnungen
leisten, die in anderen Städten in
ähnlicher Lage und Ausstattung kaum
bezahlbar wären“, sagt Marktkennerin
Weber. Auch Maklerkollege Peter Läufer
stuft Hannovers Preisniveau als „bezahlbar
und moderat“ ein.
Dabei falle besonders auf, dass nur
wenige Viertel ausschließlich Objekte
einer Preisklasse bieten. „Selbst in den
beliebten Stadtteilen oder ganz in der
Nähe
von Wald oder Wasser finden
sich neben den hochpreisigen Toplagen
nach wie vor auch günstigere Wohnungen
und Häuser.“
So bewegen sich die Mieten pro Quadratmeter
in vielen Stadtteilen zwischen
fünf und 15 Euro, und auch die Kaufpreise
lassen sich bei einer Spanne von
150 000 bis zu zwei Millionen Euro für ein
Einfamilienhaus und 500 bis 4000 Euro
pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung
selten klar festlegen.
Begründen lässt sich das einerseits
mit den fast fließenden Übergängen zwischen
den einzelnen Stadtteilen: Während
sich etwa in der studentisch geprägten
Nordstadt die Miet- und Kaufpreise
auf günstigem Niveau halten, gehören
Teile des direkt angrenzenden Herrenhausen
mit seinem großen Schlossgarten zu den hochpreisigen Lagen. „Viele Nordstädter
fühlen sich im Randgebiet emotional
Herrenhausen zugehörig, und das
wirkt sich natürlich auch auf die Preise
in diesem Bereich aus“, sagt Läufer.
Andererseits spielen auch die verschiedenen
Baustile eine Rolle. Die Geschichte
der Stadt und Kriegsschäden
zeigen sich heute noch in den Straßen:
Neben Gründerzeitfassaden stehen
Zweckbauten aus der Zeit nach 1945,
Immobilien
im 70er-Jahre-Stil und Neubauprojekte
in Glas und Stahl.
Besonders gefragt sind in diesem
architektonischen
Mischmasch sanierte
Altbauten, deren Preise meist entsprechend
hoch sind. Wer nicht auf Vollrenovierung
oder Jahrhundertwendebau besteht, kann auch in einem vorwiegend
gründerzeitlich geprägten Stadtteil günstig
wohnen.
Hannover wird unterschätzt. Niedersachsens
Landeshauptstadt ist urban und zugleich
überschaubar und ruhig. Modern,
edel und trendig findet man hier genauso
wie gemütlich und ländlich – und zwar
mitten in der Innenstadt. In den meisten
Stadtteilen gibt es eine weite Preisspanne,
das erlaubt es jedem, fast überall zu wohnen.
Nach eher schwachen Jahren stabilisiert
sich der Immobilienmarkt. Wohnungen
in den Toplagen wie List und im
Ex-Kanzlerviertel Zoo waren schon immer
ein gutes Investment; zum besonders
starken Renditebringer dürfte sich in
nächster Zeit Linden entwickeln.





