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Die Stadtteilhaber - Die besten Wohnlagen in Heidelberg
Die guten Jobchancen im Rhein-Neckar-Gebiet ziehen viele Jungakademiker in die Boom-Town. Weil Heidelberg nicht mehr weiß, wohin mit den ganzen Neubürgern, wird ein 15. Stadtteil gebaut. Und der 16. ist schon in Planung. Eckart Würzner, seit 2006 Oberbürgermeister von...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Altstadt und Schlossberg | 400 000 bis 2 500 000 | ![]() | 2300 bis 4500 | ![]() | 8,00 bis 13,00 | ![]() | |
| Bergheim | 400 000 bis 900 000 | ![]() | 2300 bis 3700 | ![]() | 8,00 bis 12,00 | ![]() | |
| Handschuhsheim | 400 000 bis 900 000 | ![]() | 2300 bis 3700 | ![]() | 8,00 bis 12,00 | ![]() | |
| Neuenheim | 400 000 bis 900 000 | ![]() | 2300 bis 4000 | ![]() | 8,00 bis 12,00 | ![]() | |
| Rohrbach/Quartier am Turm | 400 000 bis 900 000 | ![]() | 2000 bis 4000 | ![]() | 8,00 bis 11,50 | ![]() | |
| Schlierbach/Ziegelhausen | 250 000 bis 700 000 | ![]() | 1900 bis 3200 | ![]() | 7,00 bis 9,50 | ![]() | |
| Weststadt | 500 000 bis 1 000 000 | ![]() | 2300 bis 4000 | ![]() | 8,00 bis 11,50 | ![]() | |
| Wieblingen | 150 000 bis 450 000 | ![]() | 1800 bis 3000 | ![]() | 5,00 bis 7,00 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
Die guten Jobchancen im Rhein-Neckar-Gebiet ziehen viele Jungakademiker in die Boom-Town.
Weil Heidelberg nicht mehr weiß, wohin mit den ganzen Neubürgern, wird ein 15. Stadtteil gebaut. Und der 16. ist schon in Planung.
Eckart Würzner, seit 2006 Oberbürgermeister
von Heidelberg, hat ein Luxusproblem:
Zu viele Menschen ziehen in
seine Stadt. Würzner muss jetzt für bezahlbare
Wohnungen und Häuser sorgen
– ohne dabei das gute alte Heidelberg,
Touristenmagnet und deutsches Kulturerbe,
zu verschandeln.
Bislang gelingt ihm das ganz gut. Seine
Strategie: Er gründet einfach ganze
Stadtteile neu. Heidelbergs
15. Stadtteil ist jetzt die Bahnstadt, südwestlich der
Innenstadt, auf dem Gelände des früheren
Güterbahnhofs. In den kommenden
Jahren entstehen hier 2500 Wohnungen,
dazu Mehrfamilien- und Reihenhäuser,
ein Wissenschafts- und Forschungszentrum
(Campus II), kleinere Gewerbe- und
Dienstleistungsflächen, ein Einkaufszentrum
und Freizeitzonen. Alles State of
the Art: Solarstrom, Fernwärme und Biomasse-
Heizkraftanlage. Wohnproblem
gelöst und gleich auch noch ein Modellprojekt
geschaffen.
Die Universitätsstadt wächst. Heute
hat sie 143 000 Einwohner. Forschungsund
Bildungseinrichtungen, Softwareund
Biotechnologiefirmen, Kliniken und
Uni locken Jungakademiker mit Familien
in die Region. Bis zum Jahr 2020 rechnet
die Stadt mit über 6000 neuen Bürgern.
Und weil der Zuzug den ehrgeizigen
Heidelbergern noch nicht reicht, wollen
sie auch die Besucherzahl nach oben
schrauben: Anfang März beschloss der
Gemeinderat, die Stadthalle nach den
Plänen des Münchner Architekturbüros
Karl & Probst zu einem Konferenzzentrum
zu erweitern. Nach der Fertigstellung
rechnet Heidelberg Marketing mit bis zu
100 000 Tagungsgästen pro Jahr, bisher
sind es etwa 40 000.
Trotz der Neubauvorhaben bleibt Heidelberg
eine Stadt mit Tradition. Auch
Immobilieninteressierte
setzen auf Altbewährtes: Nach wie vor liegen die bevorzugten
Wohnlagen am Neuenheimer Hang,
am Schlossberg oder am Rande von Rohrbach.
Alte Villen stehen hier nicht lange in
der Zeitung. Ein denkmalgeschütztes Haus
in der Bergstraße am Neuenheimer Hang
aus dem Jahr 1926 und mit 270 Quadratmetern
Wohnfläche hängt mit einem Verkaufspreis
von rund zwei Millionen Euro
im Schaufenster des Maklers.
Neubauten sind in den Hanglagen
äußerst
selten, und wenn, dann sind es
nette Stadtvillen mit nur wenigen Wohneinheiten.
Für Eigentum in so einem
Haus – Panoramablick inklusive – bezahlen
Käufer schon mal 5000 bis 6000 Euro
pro Quadratmeter. Die meisten Kaufobjekte
gehen „sehr schnell und preisstabil
weg“, sagt Julia Schmitt, Maklerin
bei Planethome. Die Käufer sind Unternehmer,
Chefärzte, Uni-Professoren, aber
auch ausländische Investoren.
Ein- bis Zweizimmerwohnungen sind
in Heidelberg ebenfalls gefragt. Meist gehen
sie an Eltern, die für ihre Studentenkinder
eine Bude erwerben und sie später
mit guter Rendite vermieten. Bei Mehrfamilienhäusern
ist zurzeit der Stadtteil
Bergheim in. Das Viertel zwischen Altstadt
und Bahnstadt profitiert von seiner
zentralen Lage und der Aufwertung
durch den neuen Nachbarstadtteil. Auch
für die Gebiete Wieblingen und Pfaffengrund
sehen die Experten Luft nach oben
bei Quadratmeterpreisen und Mieten,
vorausgesetzt Ausstattung und Energieeffizienz
stimmen.
Die nächste Großbaustelle steht schon
an. Heidelberg ist seit Kriegsende Sitz des
Hauptquartiers der US-Landstreitkräfte
in Europa. Die Amerikaner belegen
Kasernenareale
und Wohngebiete im
Süden
der Stadt. Wenn die Truppen nach
Wiesbaden in eine neue Führungszentrale
ziehen, werden die Flächen frei.
Während die Stadtverwaltung sich bisher
bei diesem Thema eher zurückhält, fordern
einige Gemeinderäte schon jetzt,
dass die Stadt das Areal übernimmt. Und
damit der Erfolgsgeschichte der Bahnstadt
ein weiteres Kapitel hinzufügt:
Stadtteil 16.
Heidelberg bleibt für Kapitalanleger eine
erste Adresse, wenn es um den Immobilienkauf
geht. Dank der guten Forschungs-,
Medizin- und Bildungsinfrastruktur
und den damit verbundenen
zukunftsorientierten Arbeitsplätzen
sind Wohnungen gefragt. Entsprechend
steigen die Preise: Für Häuser werden
Interessierte
in den kommenden zwölf
Monaten zwischen zwei und acht Prozent
mehr zahlen müssen. Auch Eigentumswohnungen
und Mieten werden zwischen
zwei und fünf Prozent steigen. Im
Klartext: Kapitalanleger können in der
Uni-Stadt nichts falsch machen.





