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Insel der Seeligen - Die besten Wohnlagen in Ingolstadt
Die Wirtschaft der Autostadt floriert. Um qualifizierte Arbeitskräfte anzulocken, investiert die Stadt kräftig in Hochschule und Forschung. Davon profitiert auch der Immobilienmarkt. Nun haben es die Ingolstädter amtlich: Wohnraum wird in der Automobilstadt zur Mangelware, warnte...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Altstadt | k.A.* | 2300 bis 3200 | ![]() | 7,00 bis 10,50 | ![]() | ||
| Etting | 280 000 bis 500 000 | ![]() | 1700 bis 2500 | ![]() | 7,00 bis 8,00 | ![]() | |
| Friedrichshofen | 340 000 bis 800 000 | ![]() | 1700 bis 2900 | ![]() | 6,00 bis 8,50 | ![]() | |
| Gerolfing | 400 000 bis 1 000 000 | ![]() | 2000 bis 2700 | ![]() | 7,00 bis 9,00 | ![]() | |
| Haunwöhr | 350 000 bis 800 000 | ![]() | 1900 bis 2800 | ![]() | 7,00 bis 8,50 | ![]() | |
| Westviertel | 400 000 bis 1 200 000 | ![]() | 2300 bis 3300 | ![]() | 7,50 bis 10,00 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
Die Wirtschaft der Autostadt floriert. Um qualifizierte Arbeitskräfte anzulocken, investiert die
Stadt kräftig in Hochschule und Forschung. Davon profitiert auch der Immobilienmarkt.
Nun haben es die Ingolstädter amtlich:
Wohnraum wird in der Automobilstadt
zur Mangelware, warnte Anfang 2010
die Bayerische Landesbodenkreditanstalt.
Der Bedarf sei „weit überdurchschnittlich
hoch“, so die Analyse. Als Folge wird in
den Toplagen wie Altstadt, Westviertel
und dem Trendquartier Haunwöhr die
Bebauung verdichtet. Hier ist das Angebot
an Wohnraum besonders knapp.
Dennoch bleiben Käufer und Kapitalanleger
wählerisch, insbesondere bei gebrauchten
Wohnungen und Häusern. Sie
müssen gut erhalten und dürfen im
Schnitt nicht älter als zehn Jahre sein. In
einzelnen mittleren und einfachen Lagen
kommt es sogar zu Preisabschlägen, so
etwa im Piusviertel, in Mailing oder Feldkirchen. Anders das Bild bei Neubauten.
Hier legten die Preise 2009 im Schnitt um
fünf bis sieben Prozent zu. Dies führt unterm
Strich in Ingolstadt zu steigenden
Durchschnittspreisen. Die Mieten pendeln
sich in einer Spanne von acht bis
9,50 Euro pro Quadratmeter ein.
Verschiedene Neubaupojekte sollen
die Lage am Wohnungsmarkt verbessern.
Ein ambitioniertes ist in Friedrichshofen
neben dem Klinikum geplant. Ein anderes
Vorzeigeobjekt erstellt die Gemeinnützige
Wohnungsbaugesellschaft an der
Regensburger Straße. Hier soll ein moderner
Mietkomplex mit 77 Wohnungen
entstehen, der alte Wohnblöcke ersetzt –
und vor allem Familien ein neues Zuhause
bieten soll. Sie haben von hier kurze
Wege ins Zentrum – und sind schnell in
den Donauauen.
Ebenfalls stark gefragt sind möblierte
Zimmer, denn Ingolstadt hat sich auch
für viele Münchner zum neuen Lebensmittelpunkt
entwickelt: Besonders die
Beschäftigten des neuen Polizeipräsidiums
und des Flugzeugkonzerns EADS
in Manching wollen vorerst ihre Heimat
in der Landeshauptstadt nicht aufgeben,
sondern pendeln zum Arbeitsplatz.
Der Druck auf den Immobilienmarkt
dürfte in Ingolstadts Süden zunehmen:
Hier will ein Konsortium namhafter Unternehmen,
darunter die Wirtschaftsprüfer
von KPMG, das EADS-Werk in das
führende Technologiezentrum Europas
verwandeln. Etwa 2000 neue Arbeitsplätze,
so die Vision, könnten rund um
die geplante Denkfabrik der Luftfahrt
entstehen. Das würde für weiteren Schub
in der circa 124.000 Einwohner zählenden
Kommune sorgen, die regelmäßig
bei nationalen und internationalen Wettbewerben
hervorragend abschneidet. In
einer Analyse der Zukunftsfähigkeit von
mehr als 1000 europäischen Regionen
landete die Stadt samt Umland auf Platz
drei. „Wir haben es in den vergangenen
Jahrzehnten geschafft, uns von einer
Krisen-
zu einer Spitzenregion zu entwickeln“,
freut sich Oberbürgermeister
Alfred
Lehmann.
Der Finanz- und Wirtschaftskrise zum
Trotz floriert die Wirtschaft. Obwohl auch
die erfolgsverwöhnte Audi AG 2009 und
2010 mehrfach einen Teil ihrer 31 400
Beschäftigten im Stammwerk an der
Donau
in Kurzarbeit schicken musste,
ist das verarbeitende Gewerbe einer der
stärksten Wirtschaftszweige in Ingolstadt.
Die Betriebe, darunter zahlreiche Kfz-
Zulieferunternehmen, beschäftigen insgesamt
rund 40.000 Mitarbeiter.
Die Arbeitslosenquote in der Region
ist im bundesweiten Vergleich rekordverdächtig
niedrig. Vor allem Facharbeiter
und Ingenieure werden händeringend
gesucht. Um dieses Luxusproblem zu lösen,
baut die Stadt unter anderem ihre
wissenschaftlichen Angebote aus. So
wird die Zahl der Studienplätze mit dem
Erweiterungsbau der Hochschule Ingolstadt
bis 2012 verdoppelt – was sich auch
auf den Immobilienmarkt auswirken
wird. Ob Student oder neuer Mitarbeiter –
alle benötigen eine Bleibe.
Begünstigt wird der Großraum durch
seine zentrale Lage in Bayern: Ein ICEHalt
und die direkte Anbindung an die A 9
sind klare Pluspunkte für Unternehmen.
Ingolstadt punktet darüber hinaus mit
einer sehr jungen Bevölkerungsstruktur
und einem hohen Freizeitwert. Neben
einem umfassenden Grüngürtel um die
Innenstadt sind auch die Wege in die
Naherholungsgebiete kurz.
Zudem stimmt das Ambiente: Die
mehr als 1200 Jahre alte, ehemalige bayerische
Herzogstadt wird geprägt durch
mittelalterliche und neuzeitliche Festungsanlagen
sowie zahlreiche historische
Gebäude in der Altstadt. Inzwischen ist es auch gelungen, fast alle denkmalgeschützten
Patrizierhäuser wieder auf
Hochglanz zu bringen. Entsprechend
groß ist die Attraktivität der „Schanz“, so
der Spitzname der Festungsstadt, für
Touristen.
Fünf Millionen Tagesbesucher
kamen allein im vergangenen Jahr.
Die Boom-Region im Herzen Bayerns
wächst weiter. Die Nachfrage zieht vor
allem bei Neubauten die Mieten und
Kaufpreise nach oben. Günstige Einstiegsmöglichkeiten,
gerade in guten Lagen,
sind sehr selten. Dagegen sind Objekte
aus dem Bestand in einfachen und
mittleren Lagen keine Selbstläufer.




