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Nach der Flaute - Die besten Wohnlagen in Kiel
Der Trend zum Leben in der Stadt bringt den Immobilienmarkt wieder etwas in Schwung. Gesucht sind gute Wohnungen in beliebten Vierteln – sowohl zum Kauf als auch zur Miete. Hier ziehen die Preise leicht an. Bei Villen und Häusern tut sich nichts. Seit etwas mehr als einem Jahr hat...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Blücherplatz/Adolfplatz | k.A.* | 1500 bis 2500 | ![]() | 6,50 bis 8,50 | ![]() | ||
| Düsternbrook | 270 000 bis 1 500 000 | ![]() | 1800 bis 4200 | ![]() | 8,00 bis 13,50 | ![]() | |
| Holtenau | 250 000 bis 600 000 | ![]() | 1500 bis 4000 | ![]() | 6,00 bis 13,50 | ![]() | |
| Kitzeberg | 280 000 – 1 350 000 | ![]() | k.A.* | 7,00 – 12,00 | ![]() | ||
| Ravensberg | 250 000 bis 400 000 | ![]() | 1250 bis 2500 | ![]() | 6,00 bis 8,50 | ![]() | |
| Schilksee | 170 000 bis 600 000 | ![]() | 1250 bis 2750 | ![]() | 6,00 bis 10,00 | ![]() | |
| Schreventeich/Damperhof | k.A.* | 1000 bis 2000 | ![]() | 7,00 bis 8,00 | ![]() | ||
| Schulensee | 250 000 – 600 000 | ![]() | k.A.* | 6,00 – 8,00 | ![]() | ||
| Strande | 300 000 bis 790 000 | ![]() | 1600 bis 2200 | ![]() | 6,50 bis 10,00 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
Der Trend zum Leben in der Stadt bringt den Immobilienmarkt wieder etwas in Schwung.
Gesucht sind gute Wohnungen in beliebten Vierteln – sowohl zum Kauf als auch zur Miete. Hier
ziehen die Preise leicht an. Bei Villen und Häusern tut sich nichts.
Seit etwas mehr als einem Jahr hat Kiel
einen neuen Oberbürgermeister. Der ist
eigentlich ein netter Kerl, hat lange und
ziemlich erfolgreich die Strippen für Ex-
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück
gezogen, jetzt chattet Torsten Albig und
twittert, wie es bei seiner Politikergeneration
derzeit in ist, und schreibt unter
„Biografie“: „Bin Oberbürgermeister von
Kiel, der tollsten Stadt des Nordens.“ Ein
Mann am Ziel.
Des Nordens? Der Welt! Würden die
echten Kieler sagen. Woanders leben will
hier kaum einer. Arbeiten auch nicht.
Nur 15 000 Kieler haben Jobs außerhalb,
dafür kommen aber 45 000 Pendler Tag
für Tag in die Stadt, sie arbeiten bei
Deutschlands größter Werft, der Howaldtswerke-
Deutsche Werft, den Reedereien
Color Line und Stena Line oder
bei Coop. Fast drei Viertel aller Beschäftigten
verdienen ihr Geld im Dienstleistungs-
und Bildungsbereich.
Auf dem Immobilienmarkt sucht der
Kieler neben Altbauwohnungen und Jugendstilvillen
derzeit moderne Objekte.
Vor allem die Nachfrage nach Wohnungen
mit zwei bis drei Zimmern in zentraler
Lage ist groß. In den beliebten Stadtteilen
Blücherplatz/Adolfplatz, Ravensberg,
Damperhof und Scheventeich ist
der Markt für kleine Mietwohnungen bis
zu 50 Quadratmetern extrem eng.
Familien und Senioren zieht es auf der
Suche nach Eigentumswohnungen besonders
an den Blücherplatz oder ins teurere
Düsternbrook. „Da urbanes Wohnen
für Familien und Pensionäre attraktiv geworden
ist, übersteigt hier die Nachfrage
nach Topimmobilien das Angebot“, sagt
Cord Hansen von Dahler & Company.
Hauskäufer mit mehr Geld bevorzugen
Stadtteile mit Blick auf die Förde:
Düsternbrook, Holtenau, Schilksee,
Strande und Kitzeberg am Ostufer. Die Preise von Villen, Einfamilienhäusern
und Eigentumswohnungen hätten sich
den wirtschaftlichen Veränderungen angepasst,
seien im vergangenen Jahr also
nicht teurer geworden, sagt Hubert
Marschke von Engel & Völkers. Für 2010
ist wieder ein leichter Aufschwung in
Sicht. „Der Markt für Wohn- und Gewerbeimmobilien
in Kiel steuert auf eine
Erholung zu“, sagt Bernd Hollstein, Verkaufsleiter
von Hans Schütt Immobilien.
Auch nach den Markterhebungen
von Otto Stöben Immobilien steigen die
Preise bei Eigentumswohnungen in Kiel
leicht an. Da viele derzeit noch zögerten,
ihre Immobilien anzubieten, erwartet
Otto Stöben allerdings eine Angebotswelle
in der zweiten Jahreshälfte 2010,
was die Preise sinken ließe. „Den Verkaufspreis
bestimmen derzeit bei gleichbleibenden
Bodenpreisen, Ausstattung
und Anforderungen wesentlich stärker
die EU-Richtlinien“, sagt Immobiliengutachter
Ralf Colditz von Otto Stöben.
Das betrifft oft Villen in begehrten
Wohnlagen, die lange Jahre weder renoviert
noch saniert wurden und sich mittlerweile
zu Energiefressern entwickelt
haben. Die Richtlinie zur Dichtigkeitsprüfung
der Abwasserleitungen sorgt
nach Einschätzung von Colditz künftig
für Unwägbarkeiten. Vor allem Häuser
mit veralteter Bautechnik könnten damit
stark an Wert verlieren.
„Die Käufer sind kritisch“, sagt auch
Peter Plambeck von GVI Immobilien.
„Das Thema Gebäudesubstanz hat an Bedeutung gewonnen, doch sehe ich dies
in einfachen Lagen als problematischer,
weil dort das Verhältnis zwischen Kaufpreis
und erforderlichen Sanierungskosten
meist unverhältnismäßig ist.“
Damit müssen sich Besitzer von neuen
Immobilien nicht herumschlagen.
Moderner Wohnraum entsteht derzeit
mit dem Projekt „Fördeterrassen“ in Holtenaus
Luxuslage in der Strandstraße.
Penthousewohnungen des ersten Bauabschnitts
brachten rund eine Million Euro.
Derzeit geht es an den zweiten Bauabschnitt,
auf dem 41 Eigentumswohnungen,
Penthouses und Maisonettes
gebaut werden.
Im selben Stadtteil sind in diesem
Jahr in der Gravensteiner Straße zehn
Wohnungen geplant. Neu gebaut wird
auch in der Toplage Düsternbrook, dort
muss vorher aber erst abgerissen werden.
Im Stadtteil Ravensberg in der Droysenstraße,
nahe der Holtenauer Straße, baut
die Firma Olaf Rubin die „Stadtoase
Holtenauer“. Und das Unternehmen Big-
Anlagen vergrößert sein Ravensberger
Neubauprojekt „Groß Kielstein“ in diesem
Jahr bereits im vierten Bauabschnitt.
Die Kieler Makler erwarten leichte Preissteigerungen
bei einfacheren Immobilien.
Auch die Mieten werden aufgrund
der hohen Nachfrage und des geringen
Angebots leicht steigen. Die Preise für
Häuser und Villen im gehobenen und
Luxusbereich
werden in den kommenden
Monaten dagegen stagnieren. Allerdings
ist eine Immobilie, vor allem in den
besten Lagen, nach wie vor eine gute Anlage
mit Potenzial auf Wertzuwachs.




