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Nah am Wasser gebaut - Die besten Wohnlagen in Lübeck
Lübeck wird „das Tor zum Norden“ und die „Stadt der sieben Türme“ genannt: Vom größten Fährhafen Europas und größten Ostseehafen Deutschlands fahren die Fähren die Trave hinunter über die Ostsee nach Skandinavien. Ihre sieben...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Altstadtinsel | 180.000 bis 600.000 | ![]() | 1.200 bis 3.300 | ![]() | 4,50 bis 12,00 | ![]() | |
| Bornkamp | 220.000 bis 500.000 | ![]() | k.A.* | 6,00 bis 8,00 | ![]() | ||
| Fischerdorf Gothmund | 300.000 bis 600.000 | ![]() | k.A.* | k.A.* | |||
| Hochschulstadtteil | 220.000 bis 600.000 | ![]() | 1.200 bis 1.500 | ![]() | 7,00 bis 9,00 | ![]() | |
| Priwall | 140.000 bis 350.000 | ![]() | 1.000 bis 4.500 | ![]() | 6,00 bis 18,00 | ![]() | |
| St. Gertrud/Stadtpark | 130.000 bis 800.000 | ![]() | 1.200 bis 3.000 | ![]() | 8,00 bis 15,00 | ![]() | |
| St. Jürgen/Dichterviertel | 400.000 bis 800.000 | ![]() | 1.800 bis 2.500 | ![]() | 7,50 bis 12,00 | ![]() | |
| St. Jürgen/Gärtnergasse | 190.000 bis 600.000 | ![]() | k.A.* | 7,00 bis 9,00 | ![]() | ||
| St. Jürgen/Wakenitzufer | 220.000 bis 600.000 | ![]() | 1.700 bis 4.000 | ![]() | 7,00 bis 15,00 | ![]() | |
| St.Gertrud/Wakenitzlage | 220.000 bis 1.500.000 | ![]() | 1.500 bis 5.000 | ![]() | 7,50 bis 15,00 | ![]() | |
| Travemünde | 180.000 bis 600.000 | ![]() | 1.500 bis 4.500 | ![]() | 7,50 bis 20,00 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
Lübeck wird „das Tor zum Norden“ und die „Stadt der sieben Türme“ genannt: Vom größten Fährhafen Europas und größten Ostseehafen Deutschlands fahren die Fähren die Trave hinunter über die Ostsee nach Skandinavien. Ihre sieben Türme der fünf gotischen Hauptkirchen stehen auf der Altstadtinsel, die seit 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Mit ihren Kirchen, kleinen Gängen und Gassen sowie malerischen Häusern zwischen Trave und Wakenitz gehört sie zu einer der begehrten Wohnlagen.
Von den rund 5.800 Gebäuden in der Lübecker Altstadt gelten fast drei Viertel als historisch wertvoll. „Sie wurden über die Jahrhunderte mehrfach umgenutzt und umgebaut und zeigen interessante Mischungen aus Gotik, Barock, Renaissance und Klassizismus“, sagt Hartmut Lohrenz von der Grundstücksgesellschaft Trave, seit fast 30 Jahren einer der Sanierungsträger der Altstadt und größter Anbieter von Mietwohnungen in Lübeck. Aktuell saniert das Unternehmen Gebäude an der Untertrave, in der Engelsgrube, in der Hundestraße und der Glockengießerstraße, die dann zu erschwinglichen Preisen vermietet werden.
Die einst freie Hansestadt kam durch den Handel zu Wohlstand, davon zeugen noch die schmucken Kaufmannsvillen, etwa in St. Jürgen und St. Gertrud oder die Bürgerhäuser wie Thomas Manns „Buddenbrookhaus“ in der Altstadt. Die Hansezeiten sind vorbei – die Villen stehen noch und sind nach wie vor begehrt. Denn auf den Markt kommen sie nicht oft: „Viele Objekte der Top-Lagen gehen unter der Hand weg oder werden weitervererbt“, weiß Annegret Möllerherm, Inhaberin von Möllerherm Immobilien. Das gilt ganz besonders für den zum Stadtteil St. Gertrud gehörenden idyllischen Fischerort Gothmund, mit seinen unter Denkmalschutz stehenden reetgedeckten Häuschen.
Die 220.000 Einwohner finden heute Arbeit im Hafen, in der Medizintechnik und Informatik und leben vom Tourismus. 13 der größten Unternehmen in Schleswig-Holstein haben ihren Sitz in Lübeck, darunter der Marzipanhersteller Niederegger, der größte deutsche Fischkonservenhersteller Hawesta, der Marktführer für Ansichtskarten Schöning-Verlag und die Drägerwerk AG, die Narkose- und Atemschutzgeräte herstellt.
Vier Hochschulen gibt es in Lübeck, um diese wurde sogar ein eigener Hochschulstadtteil gebaut. Er liegt südlich des Zentrums und ist eines der ambitioniertesten städtebaulichen Projekte in ganz Deutschland: Als modellhafte „Stadt der kurzen Wege“, die Wohnen und Arbeiten, Forschung und Lehre, Erholung und Freizeit einfach, überschaubar und vernetzt möglich machen soll. Der neue Stadtteil soll nicht nur Wissenschaft und Wirtschaft effektiv miteinander verknüpfen, sondern auch als Synergieeffekt neue Arbeitsplätze schaffen und auf einer Fläche von etwa 85 Hektar bis zu 4.500 Bewohnern ein neues Zuhause geben. Vornehmlich an Familien mit Kindern, aber auch an die Studenten und Dozenten der Universitäten richtet sich das Wohnangebot in den überwiegend Mehrfamilienhäusern.
In direkter Nachbarschaft zum neuen Hochschulviertel entstand die Siedlung Bornkamp. Ihr Wohnangebot mit den Doppel-, Reihen- und freistehenden Einfamilienhäusern und kleinen Gärten richtet sich ebenfalls an Familien mit Kindern.
Neben diesen beiden Großprojekten soll im nächsten Jahr auf dem Gelände der Stadtwerke an der Moislinger Allee in St. Lorenz ein neues Wohnviertel entstehen. Die Hamburger Investorengruppe Imetas und Primus will dort insgesamt 55 Millionen Euro investieren und auf 27.850 Quadratmetern acht drei- bis viergeschossigen Häuser mit hellen Ziegelsteinfassaden und viel Glas und Loggien bauen. Die Gebäudeinseln zwischen dem alten Baumbestand sollen einen Hof bilden, der sich zum Stadtgraben öffnet. Kostenpunkt für die zwischen 80 und 160 Quadratmeter großen Wohnungen am Wasser: ab 3.000 Euro pro Quadratmeter. Vermarktungsstart ist schon in diesem Sommer. Als Zielgruppe haben die Investoren neben der älteren, gut betuchten Generation 50 plus auch jüngere Besserverdiener im Visier, die mit dem Zug vom nahe gelegenen Bahnhof aus nach Hamburg pendeln können. Der Andrang dürfte groß sein. Nobel und citynah – genau das, was derzeit in Lübeck gefragt ist.
„Interessenten suchen hochwertig renovierte Stadthäuser und Komforteigentumswohnungen in zentrumsnaher Lage, bevorzugt am Wasser“, erklärt Lars Ludwig von Engel & Völkers. Und Wasserlagen hat Lübeck glücklicherweise einige: Trave, Wakenitz und die Ostsee. Zu den begehrtesten Wohnlagen gehören nach wie vor die Stadtteile St. Gertrud und das Villenviertel St. Jürgen, vor allem mit Wasserblick. „Stark nachgefragt werden aber auch die Lagen im Grünen, die dennoch zentral sind, etwa rund um den Stadtpark“, erklärt Mario Drews, Regionalbüroleiter bei Otto Stöben Immobilien.
Nach der letzten Studie der LBS ist der Stadtteil am Meer Travemünde nach wie vor das teuerste Pflaster für Immobilien in Lübeck. Interessenten müssen in dem Kurort mindestens 1.700 Euro pro Quadratmeter für ein Haus investieren. In den Top-Lagen mit Trave- oder Osteseeblick werden zwischen 3.000 und 4.000 Euro pro Quadratmeter verlangt – und auch bezahlt. Eine bezahlbare Alternative zu Travemünde ist die gegenüberliegende Halbinsel Priwall. Insgesamt ist in Lübeck die Nachfrage nach Bestandsimmobilen in Top-Lagen groß, aber auch neue Einfamilienhäuser und Baugrundstücke werden nachgefragt. Die Immobilienpreise bleiben nach Einschätzung der Makler in den kommenden zwölf Monaten stabil bis leicht steigend.
Die Prunkstücke aus Lübecks glanzvoller Vergangenheit als florierende Hansestadt werden nach wie vor stark nachgefragt. Vor allem, wenn sie noch eine Wasserlage zur Trave oder Wakenitz haben, kosten sie bis zu 1,5 Millionen Euro. Der Haken den Immobilien in Lübecks Top-Lagen ist, dass sie kaum auf den Markt kommen, sondern in der alten Kaufmannsstadt unter der Hand gehandelt werden. Wer dort sucht, sollte einen langen Atem haben. Eine Investition in die begehrten Objekte lohnt sich allemal.




