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Hansestadt auf Wachstumskurs - Die besten Wohnlagen in Lüneburg
„In Lüneburg lässt es sich gut leben“, wirbt Oberbürgermeister Ulrich Mädge für die Stadt, die nordöstlich der Lüneburger Heide am Elbe-Seitenkanal liegt. Besonders die Nähe zu Hamburg macht die kleine Hansestadt auch als Wohnort so beliebt. Die...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Bockelsberg | 300.000 bis 550.000 | ![]() | 1.200 bis 2.500 | ![]() | 6,00 bis 9,00 | ![]() | |
| Häcklingen | 200.000 bis 400.000 | ![]() | 1.200 bis 1.800 | ![]() | 5,00 bis 7,50 | ![]() | |
| Innenstadt | 250.000 bis 500.000 | ![]() | 1.800 bis 3.000 | ![]() | 6,00 bis 10,00 | ![]() | |
| Kreideberg | 170.000 bis 350.000 | ![]() | 1.200 bis 2.000 | ![]() | 5,00 bis 7,00 | ![]() | |
| Ochtmissen | 180.000 bis 400.000 | ![]() | 1.200 bis 1.500 | ![]() | 5,00 bis 7,50 | ![]() | |
| Oedeme | 180.000 bis 450.000 | ![]() | 1.500 bis 2.400 | ![]() | 6,00 bis 8,00 | ![]() | |
| Rotes Feld | 350.000 bis 650.000 | ![]() | 2.000 bis 3.500 | ![]() | 6,50 bis 10,00 | ![]() | |
| Wilschenbruch | 250.000 bis 550.000 | ![]() | 1.200 bis 2.500 | ![]() | 6,00 bis 9,00 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
„In Lüneburg lässt es sich gut leben“, wirbt Oberbürgermeister Ulrich Mädge für die Stadt, die nordöstlich der Lüneburger Heide am Elbe-Seitenkanal liegt. Besonders die Nähe zu Hamburg macht die kleine Hansestadt auch als Wohnort so beliebt. Die Nachfrage nach Häusern, Eigentums- und Mietwohnungen ist entsprechend hoch. „Alles, was sich an Wohnimmobilien im Stadtgebiet befindet, lässt sich gut und schnell verkaufen“, sagt Frank Steffen von Engel & Völkers. Insgesamt gebe es aber nur wenig Bewegung im Lüneburger Immobilienmarkt. Der Experte führt das vor allem auf das nach wie vor zu geringe Angebot zurück. „Es ist ganz schwer, an neue Objekte zu kommen“, bestätigt auch Thomas Bleckwenn vom Immobilienmakler Porth.
Alle befragten Immobilienmakler berichten denn auch über eine weiter gestiegene Nachfrage. Der Grund liegt auf der Hand: Lüneburg gehört zu den wenigen Städten in Niedersachsen, die steigende Einwohnerzahlen zu verzeichnen haben. Im nächsten Jahrzehnt wird die Einwohnerzahl Studien zufolge von jetzt mehr als 72.000 voraussichtlich auf 80.000 Lüneburger anwachsen.
Durch die stärkere Verkehrsanbindung an Hamburg über den Hamburger Verkehrsverbund, die Bahn und auch die Autobahn 250 wird den etwa 10.000 Pendlern zwischen Lüneburg und Hamburg das Leben erleichtert. Und weil in Hamburg die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren deutlich angezogen sind, ziehen immer mehr Menschen nach Lüneburg.
Die Folge: Ähnlich wie in Hamburg konnten in den guten und sehr guten Lagen in den vergangenen Jahren teilweise zweistellige Preissteigerungen verzeichnet werden. „Speziell im Bereich hochwertige Immobilien sind die Käufer jetzt bereit, noch einen Euro mehr auszugeben“, hat Bleckwenn beobachtet. Das gilt speziell für den Stadtteil Rotes Feld, der nach wie vor die Top-Lage in Lüneburg ist.
Schon jetzt ist das Angebot knapp. „Vor allem junge Familien suchen oft vergebens“, sagt Sabine Wenzel von Sallier Immobilien. Generell heißt die Devise der Wohnungssuchenden: je zentraler, desto besser. Im Stadtbereich gibt es fast nur noch Baulücken, aber die werden vorwiegend an Investoren verkauft, die diese Grundstücke mit Mehrfamilienhäusern beplanen“, sagt Karsten Koop von der Sparkasse Lüneburg.
Das Problem der Stadt: Die aktuellen Neubaugebiete wie Brockwinkler Weg und Rosenkamp reichen nicht aus, um die Nachfrage bedienen zu können. Mädge ist dennoch relativ gelassen. „Wir entwickeln permanent neue Flächen. Und wir bieten pro Jahr immer zwei bis drei Lagen für Bauwillige an.“ In diesem Jahr ist es das innenstadtnahe Hanseviertel sowie das Gebiet Pilferpfad-Süd in Rettmer, das mit rund 100 Wohneinheiten voraussichtlich im Herbst baureif sein wird.
Speziell das neue Baugebiet Hanseviertel dürfte zumindest kurzfristig für etwas Entlastung sorgen. „Zwischen Meisterweg und Bleckeder Landstraße entsteht quasi ein neuer Stadtteil“, sagt Sparkassen-Mann Koop. Auf dem Areal hinter dem Behördenzentrum Ost sind in mehreren Schritten zwischen 350 und 500 Wohneinheiten geplant. Im ersten Abschnitt werden seit Anfang April rund 50 Wohneinheiten gebaut, vorwiegend Einfamilien- und Doppelhäuser.
Der zweite Bauabschnitt mit ebenfalls rund 50 Einheiten soll den Planungen zufolge 2011 beginnen, diesmal überwiegend mit Eigentumswohnungen. Das Interesse ist erwartungsgemäß sehr groß, berichtet Koop. Erweiterungsmöglichkeiten gibt es darüber hinaus jede Menge, allerdings gehören die entsprechenden Flächen dem Bund. Wann die frei gegeben werden, ist laut Oberbürgermeister Mädge aber bislang unklar. Trotz der geplanten Erweiterung der nahen Ortsumgehung in die neue A39 dürfte das Gesamtareal schnell besiedelt werden. Zumal der Baubeginn für die Autobahn völlig offen ist. „Außerdem wird für ausreichend Lärmschutz gesorgt“, versichert OB Mädge.
Nicht weit entfernt – und ebenfalls sehr innenstadtnah – entsteht das Speicherquartier an der Rabensteinstraße. Neben dem Bau neuer Mehrfamilienhäuser für rund 100 Wohnungen werden zwei alte Speicher aufwändig saniert. „Vor allem die Nähe zum Bahnhof macht das Gebiet interessant“, sagt Koop. Hochwertige Wohnungen in dieser Lage seien gesucht. „Wir beobachten, dass auch viele Leute aus dem Landkreis in die Stadt ziehen wollen“.
Die positive Preisentwicklung belegt auch eine aktuelle Untersuchung des Freiburger Dienstleisters Thomas Daily. Demnach sind die Kaufpreise in Lüneburg für Einfamilienhäuser in sehr guter Lage zuletzt leicht gestiegen. Für 2010 rechnen die Experten mit einem weiteren leichten Anstieg der Häuserpreise – zumindest für die Top-Lagen. Gleiches gilt für Eigentumswohnungen sowie die Mietpreise in sehr guten Wohnlagen.
Keine Frage, Lüneburg wächst, und damit auch der Bedarf an neuen Baugebieten, Eigentums- sowie Mietwohnungen. Doch der Platz ist begrenzt. Die hohe Nachfrage wird sich deshalb – zumindest kurzfristig – weiter auf die Preise auswirken. Für Investoren bleibt Lüneburg damit attraktiv. Allerdings besteht langfristig die Gefahr, dass viele Käufer und Mieter – und hier besonders junge Familien – auf die nahen Gemeinden ausweichen, wenn das hohe Preisniveau anhält.





