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Jugendwahn - Die besten Wohnlagen in Osnabrück
Die Stadt tut, was sie kann, für junge Leute und Familien. Sie nutzt die vielen Häuser und Wohnungen, die durch den Abzug der britischen Truppen frei geworden sind. Überall stehen Immobilien zum Verkauf, auch in den besten Vierteln. Ein gutes Investment. Seien wir ehrlich: Von kaum...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Innenstadt/Altstadt | k.A.* | 1100 bis 2500 | ![]() | 6,00 bis 9,00 | ![]() | ||
| Katharinenviertel | 380 000 bis 800 000 | ![]() | 1600 bis 3000 | ![]() | 6,00 bis 9,50 | ![]() | |
| Sonnenhügel | 90 000 bis 500 000 | ![]() | 1000 bis 2500 | ![]() | 4,50 bis 9,00 | ![]() | |
| Westerberg | 180 000 bis 1 000 000 | ![]() | 1500 bis 4000 | ![]() | 6,50 bis 11,00 | ![]() | |
| Weststadt | 210 000 bis 400 000 | ![]() | 1500 bis 2000 | ![]() | 5,50 bis 6,50 | ![]() | |
| Wüste | 135 000 bis 250 000 | ![]() | 800 bis 1400 | ![]() | 4,50 bis 6,50 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
Die Stadt tut, was sie kann, für junge Leute und Familien. Sie nutzt die vielen Häuser und
Wohnungen, die durch den Abzug der britischen Truppen frei geworden sind. Überall stehen
Immobilien zum Verkauf, auch in den besten Vierteln. Ein gutes Investment.
Seien wir ehrlich: Von kaum einer Stadt
in Deutschland hat man so wenig eine
Vorstellung wie von Osnabrück. Man
weiß so ungefähr, wo es liegt, fährt aber
doch eigentlich immer dran vorbei. Nach
Bremen, nach Münster, nach Hamburg.
Vielleicht ist das ein Fehler. Denn offenbar
macht Osnabrück froh und zufrieden.
Bei der Glücksstudie der Deutschen Bank
jedenfalls
belegt die Stadt Platz vier.
Es ist eine junge Stadt. Während andere
eher mit dem Zuzug von Rentnern
zu tun haben, ziehen nach Osnabrück
immer mehr junge Leute. Der Anteil der
unter 25-Jährigen an der Bevölkerung
ist mit 31 Prozent höher als bei vielen
anderen.
Das sieht man auch auf dem Immobilienmarkt:
viele Junge auf Wohnungssuche.
Die Stadt will ihnen helfen, indem
sie mehr und mehr alte Militärgelände zu
Wohnraum umbaut. Jahrzehntelang war
Osnabrück der größte britische Stützpunkt
in Europa. 2008 sind die Truppen
abgezogen, seitdem ist der Immobilienmarkt
in Bewegung. Die Briten hinterließen
viel freien Wohnraum: Von insgesamt
1000 kamen 740 Wohnungen auf
den Markt; 258 davon wurden im vergangenen
Jahr veräußert.
Organisiert wird die Militär-Zweitverwertung
von der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben (Bima), sie organisiert
den Verkauf der Ein- und Mehrfamilienhäuser
und Doppelhaushälften. Viele
davon liegen im beliebtesten Stadtteil,
dem Westerberg. Allein im vergangenen
Jahr wurden hier 61 Häuser verkauft.
„Die Lage ist top“, sagt Sören Röttger von
Dahler & Company.
Die ehemaligen Offiziershäuser stehen
im Gelehrten- und im Wissenschaftsviertel,
Gauß- und Leibnizhof. Einige
wurden bereits gründlich saniert und
modernisiert. Sie eignen sich mit bis zu 120 Quadratmetern Wohnfläche bestens
für Familien.
Voraussichtlich Ende August bringt
die Bima eine weitere Tranche auf dem
Westerberg auf den Markt: die Häuser an
den „Komponistenhöfen“. Brahms,
Schumann, Liszt und Haydn – schon die
Adressen klingen nach mehr.
Ein Stadtteil, mit dem viele Osnabrücker
eher Hoch- und Reihenhäuser mittlerer
bis einfacher Wohnqualität verbinden,
ist die Dodesheide. Das könnte sich
bald ändern. Die Bima spricht von „einer
äußerst attraktiven Siedlung rund um
die Straßen Sonnenhof und Sternstraße“,
die sie in einem Bieterverfahren verkaufen
will. Auch an der Kopernikus- und
Lichtenbergstraße stehen Grundstücke
zum Verkauf. Die Preise sind im Vorfeld
festgelegt. Die Stadt und die Bima wollen
so jungen Familien entgegenkommen.
Auch im „Quartier Rosenplatz“ ist die
Zielgruppe klar definiert: Zwischen
Wörth- und Osningstraße entstehen moderne
Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften,
wieder in erster Linie für
junge Familien. Bereits seit 2001 plant die
Stadt eine soziale und bauliche Aufwertung
des Sanierungsgebiets und setzt das
auch kontinuierlich um. Das Label hier:
„ruhig und familienfreundlich“. 15 der
26 Häuser sind bereits verkauft. Quadratmeterpreis:
1700 Euro, das Grundstück
ist darin bereits enthalten.
An Luxuswohnungen und Penthouses
mangelt es. Makler, die vor allem
in den besseren Vierteln im Westen der
Stadt unterwegs sind, könnten mehr
verkaufen,
als sie im Angebot haben. Für
einen Ausbau dieses Marktsegments
spricht, dass große Firmen ihren Sitz in
der Stadt haben, weltweit operierende
Logistikunternehmen wie Hellmann
Worldwide Logistics und Meyer & Meyer,
namhafte Lebensmittelfirmen wie Coppenrath
& Wiese und der Hersteller von
Spezialpapier Felix Schoeller. Auch Osnabrücks Uni kommt voran
und holt hoch qualifizierte Arbeitskräfte
in die Stadt. Die Studiengänge an Universität
und Fachhochschule sind meist
modern und praktisch-zukunftsorientiert,
von Medienmanagement über
Landschaftsarchitektur bis hin zu Wirtschaftsingenieurwesen
für Lebensmittelproduktion
deckt die FH unterschiedlichste
Bereiche ab. Die Universität profiliert
sich unter anderem mit dem Institut
für Migrationsforschung.
Der Immobilienmarkt ist sehr heterogen:
Teure Häuser und Wohnanlagen stehen
direkt neben Bauten mit hohem Sanierungsbedarf.
Moderne Architektur trifft
auf Klinkerfassaden der Nachkriegszeit. In
guten Wohngegenden lohnt ein Investment
auf jeden Fall. Fachleute gehen davon
aus, dass Preise und Mieten in den
nächsten zwölf Monaten im Schnitt um
fünf bis sechs Prozent zulegen werden.
Selbst im beliebten Westen der Stadt, wo
punktuell Sanierungsbedarf existiert, bringen
Investitionen eine gute Mietrendite.






