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Wohnen auf der Sonnenseite - Die besten Lagen am Starnberger See
An den See im Südwesten von München zieht es Prominente und Millionäre gleichermaßen. Von Krise ist dort nichts zu spüren. So behalten vor allem Raritäten in Seelage ihren Wert. Da verliert einer seinen Spitzenplatz, und es kümmert ihn nicht. Jahrelang belegte der...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Berg | 400 000 bis 9 000 000 | ![]() | 2000 bis 6500 | ![]() | 9,50 bis 16,00 | ![]() | |
| Feldafing | 420 000 bis 6 000 000 | ![]() | 2500 bis 6000 | ![]() | 10,00 bis 13,00 | ![]() | |
| Münsing | 230 000 bis 5 000 000 | ![]() | 2000 bis 4000 | ![]() | 9,50 bis 11,00 | ![]() | |
| Niederpöcking | 390 000 bis 7 000 000 | ![]() | 2000 bis 4000 | ![]() | 9,00 bis 11,00 | ![]() | |
| Pöcking | 450 000 bis 7 000 000 | ![]() | 2000 bis 4200 | ![]() | 9,00 bis 11,00 | ![]() | |
| Starnberg | 600 000 bis 9 000 000 | ![]() | 2000 bis 6500 | ![]() | 9,00 bis 16,00 | ![]() | |
| Tutzing | 500 000 bis 5 500 000 | ![]() | 2500 bis 4500 | ![]() | 9,00 bis 13,00 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
An den See im Südwesten von München zieht es Prominente und Millionäre gleichermaßen.
Von Krise ist dort nichts zu spüren. So behalten vor allem Raritäten in Seelage ihren Wert.
Da verliert einer seinen Spitzenplatz, und
es kümmert ihn nicht. Jahrelang belegte
der Landkreis Starnberg bei Umfragen
zur Wirtschaftsstärke den ersten Platz.
Damit ist es vorbei: Im neuen Ranking
reicht es nur noch für Platz 23 unter den
deutschen Landkreisen, in einem anderen
unter 1000 europäischen Regionen
immerhin für Platz neun. Auch im aktuellen
Regionalranking der Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft fällt der Titelverteidiger
auf Platz zwei hinter den Landkreis
München zurück.
Doch vor Ort bleibt Entsetzen aus.
Wozu aufregen? Die Zahlen sprechen für
sich: Die Arbeitslosenquote lag im Februar
2010 bei traumhaften 3,5 Prozent. Die Bewohner erleben ihren Landkreis als
Insel der Glückseligen. Hier gibt es mehr
Segelboote als Arbeitslose.
Immobilienbesitzer fürchten wegen
fallender Umfragewerte nicht gleich sinkende
Preise. Zu Recht: Laut statistischem
Landesamt ließ die Wirtschaftskrise die
Baulandpreise in Bayern 2008 erstmals
seit sieben Jahren sinken – Ausnahme:
der Landkreis Starnberg. Hier kostete der
Quadratmeter 498 Euro und damit 19 Euro
mehr als 2007 und mehr als doppelt
so viel wie im Landesdurchschnitt. Auch
Dieter Sinning, Vorsitzender des Gutachterausschusses
im Landkreis, befürchtet
keinen Einbruch: „Vor allem Raritäten
direkt am See werden ihren Wert behalten
beziehungsweise weiter steigern –
da können noch zwei Krisen kommen.“
Doch
selbst wenn ihr Wert nicht fällt,
kann ein Verkauf trotzdem schwieriger
werden. „Gerade die Superreichen haben
an der Börse so viel verloren, dass sie jetzt
kein Geld mehr haben, um in Immobilien
zu investieren“, sagt Makler Oliver Herbst,
der sich auf Seegrundstücke spezialisiert
hat. Und Andreas Botas, der vor allem
denkmalgeschützte Villen und kleine
Schlösser im Angebot hat, meint: „Diese
Objekte sind momentan länger auf dem
Markt als in den Vorjahren.“
Unterhalb dieser Topimmobilien
brachte die Finanz- und Wirtschaftskrise
statt Ebbe einfach mehr Bewegung in den
Markt. „Viele stoßen jetzt ihre Zweit- oder
Drittimmobilien ab“, berichtet Maklerin
Claudia Bader. So gibt es derzeit mehr
Angebote als üblich auf dem insgesamt
kleinen Markt des Landkreises. „Zugleich
zieht, wer kann, übrig gebliebenes Kapital
aus Geldanlagen ab und schichtet in
Sachwerte wie Immobilien um“, sagt
Makler Thomas Aigner. Folge: Die Nachfrage
ist höher als sonst. Allerdings mache
die Krise Käufer kritischer, erlebt Makler
Raimund Feiter. Jeder noch so kleine
Nachteil wie die Nähe zu lauten Straßen,
der S-Bahn oder ein eingeschränkter
Blick führt zu Preisabschlägen. „Bei Immobilien
über einer Million Euro spielt
der Wiederverkaufswert heute eine größere
Rolle als früher“, bestätigt Maklerin
Ingeborg-Heide Wyatt.
Eine Tendenz, die vor rund drei Jahren
begann, setzt sich weiterhin fort: Früher
bevorzugten Zuziehende klar das
Ostufer, wie etwa Berg oder Münsing –
wegen seiner Anbindung und der Ausrichtung
gen Abendsonne. In den vergangenen
Jahren holten die Gemeinden am Westufer
auf. Sollte die Westumfahrung kommen,
zu der gerade das Planfeststellungsverfahren
läuft, profitieren die Westufergemeinden,
vor allem Tutzing, aber auch
Feldafing, Possenhofen oder Pöcking.
Hier würde sich die Fahrtzeit Richtung
München deutlich reduzieren.




