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Hang zum Hang - Die besten Wohnlagen in Würzburg
Die beiden großen S, Studenten und Senioren, sorgen weiter für einen Boom am Immobilienmarkt. Wohnungen sind Mangelware in der Innenstadt und da, wo alle wohnen wollen: am Südhang. Kleinrinderfeld oder Thüngersheim waren gestern. Man ist nicht mehr der Jüngste, Haus und...
| Durchschnittspreise | Einfamilienhaus Kaufpreis | Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm | Haus oder Wohnung Miete pro qm | ||||
| Frauenland | 300 000 bis 900 000 | ![]() | 2000 bis 3200 | ![]() | 7,50 bis 10,00 | ![]() | |
| Innenstadt/Altstadt | k.A.* | 2000 bis 3250 | ![]() | 7,00 bis 9,00 | ![]() | ||
| Keesburg | 200 000 bis 500 000 | ![]() | 1500 bis 2500 | ![]() | 6,00 bis 9,00 | ![]() | |
| Lengfeld | 150 000 bis 450 000 | ![]() | 1200 bis 2300 | ![]() | 5,50 bis 7,50 | ![]() | |
| Mönchberg | 200 000 bis 500 000 | ![]() | 1400 bis 3000 | ![]() | 6,00 bis 8,50 | ![]() | |
| Sanderau | 200 000 bis 350 000 | ![]() | 1200 bis 3000 | ![]() | 6,00 bis 8,50 | ![]() | |
| Steinbachtal/Dallenberg | 270 000 bis 800 000 | ![]() | 1700 bis 3000 | ![]() | 6,00 bis 10,00 | ![]() | |
| Zellerau | 200 000 bis 500 000 | ![]() | 1000 bis 2500 | ![]() | 5,00 bis 8,00 | ![]() | |
| Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; *kein ausreichendes Angebot | |||||||
Immobilien Angebote in dieser Region:
Die beiden großen S, Studenten und Senioren, sorgen weiter für
einen Boom am Immobilienmarkt. Wohnungen sind Mangelware
in der Innenstadt und da, wo alle wohnen wollen: am Südhang.
Kleinrinderfeld oder Thüngersheim waren
gestern. Man ist nicht mehr der
Jüngste, Haus und Garten werden einem
langsam zu viel, man will zurück in die
Stadt. „2009 fragten bei uns verstärkt
Senioren
an, die eine Wohnung im innerstädtischen
Bereich suchten“, sagt Roland
Reinhart von Reinhart Immobilien
Marketing. Zum Glück gibt es 26 000 Studenten,
die verhindern, dass Würzburg
nicht nur eine alte Stadt ist, sondern auch
noch eine wird.
Senioren und Studenten, die beiden
großen S am Immobilienmarkt, sorgten
2009 dafür, dass die schwache Konjunktur
den Maklern kaum zu schaffen machte.
2010 dürfte es ähnlich weitergehen.
Hinzu kommt, dass es in Würzburg nur wenig Industrie gibt, die von der Krise
hätte getroffen werden können. Größte
Arbeitgeber sind Stadt und Uni.
Die Nachfrage nach Wohnraum ist
groß und wird größer. In der Innenstadt
fehlen Wohnungen, viele der typischen
Nachkriegsbauten sind nicht auf heutigem
Stand und müssten renoviert werden.
Für alles, was citynah und modern
ist, gilt: Preise und Mieten steigen.
Im Zentrum sowie in den angrenzenden
Vierteln Sanderau, Frauenland, vordere
Zellerau und Grombühl sind Einund
Zweizimmerwohnungen knapp. Familien,
die Drei- oder Vierzimmerwohnungen
suchen, brauchen Geduld und
müssen an vielen Laternenpfählen Zettel
aufhängen. Gern hätten viele eine Eigentumswohnung,
aber: die Kessellage. Die setzt
dem Angebot natürliche Grenzen und
macht das, was es gibt, teuer. In den vergangenen
zwölf Monaten stiegen die
Quadratmeterpreise für Neubauten mit
gehobener Ausstattung von 3100 Euro
auf 3250 Euro. Die Mieten legten in gleichem
Maße zu, bei Wohnungen mit guter
Ausstattung sind 7,50 Euro je Quadratmeter,
bei Erstbezug im Neubau 8,50 Euro
pro Quadratmeter fällig.
Die alte Frage: Mieten oder lieber einen
Kredit abbezahlen? „Mieter sollten
überlegen, ob sie nicht Eigentümer werden“,
rät Makler Reinhart. In den richtigen
Lagen wie der Innenstadt und den
angrenzenden Vierteln sei eine Immobilie
ein „wertbeständiges Investment und
ein guter Schutz vor Inflation“.
Nicht nur in Sachen eigenes Haus
lohnt sich eine Investition. Reinhart:
„Die Mieten werden weiter steigen, weil
die Nachfrage nach kleinen Wohnungen
groß, das Angebot in bevorzugten Vierteln
aber knapp ist.“ Kapitalanleger
dürften also mit hohen Mietrenditen
rechnen.
In der Stadt wird gebaut, umgebaut
und ausgebaut, was geht. Lokale Entwickler
arbeiten an zahlreichen neuen
Projekten. Beispiel Leighton Barracks:
Anfang 2009 übergaben die US-Streitkräfte
die letzten Militärflächen. Nun soll
der größte Standort, die 2,5 Kilometer
östlich der Innenstadt gelegene ehemalige
Kaserne, zu einem neuen Stadtteil,
das angrenzende Land zum Uni-Campus
ausgebaut werden. Beide bekommen eine
Straßenbahnhaltestelle.
Nächstes Beispiel: Schon im vergangenen
Jahr wurde die Straße Am Stein im
Stadtteil Grombühl renoviert. Die Kettenbungalowanlage
auf einer Fläche von
knapp 3450 Quadratmetern sieht jetzt
wieder gut aus. Miete für einen der rund
180 Quadratmeter großen Flachbaubungalows:
rund 1100 Euro. Weinbergblick
und Nähe zur City, Uniklinik und Läden –
Studenten und Ärzte haben die Gegend
fest im Griff. Einziger Nachteil: der Lärm
durch Straßenbahn und die stark befahrene
Nordumgehung.
Eine Großbaustelle steht Heidingsfeld
und Heuchelhof bevor. Die Stadtteile leiden
unter der A 3. Die wird jetzt – die schlechte Nachricht – zwischen Heidingsfeld
und der Brücke Randersacker ausgebaut,
aber auch – die gute Nachricht – in
einen Tunnel verlegt. Fünf Jahre und ein
paar Millionen weiter wird es weniger
laut sein. Hoffen die Anwohner. Zusätzlich
wird an den Brücken gearbeitet, die
hier den Main queren. Auch das soll den
Lärmpegel herunterfahren.
Die fränkische Universitätsstadt bietet
Kapitalanlegern gute Chancen. Die Preise
für Immobilien in Innenstadtlage werden
stabil bleiben, in beliebten Gegenden wie
der Sanderau sogar steigen. Hier lohnt
eine Investition. Da die Nachfrage insbesondere
im Zentrum und in Toplagen
sehr groß ist, müssen Käufer und Kapitalanleger
aber Geduld mitbringen.





