Villen und Wartelisten - Die besten Wohnlagen in Sachsenwald-Aumühle

Die Sachsenwaldgemeinden östlich von Hamburg sind wie ein gutbürgerliches Restaurant: Man bekommt viel ordent­liche Hausmannskost, aber auch die eine oder andere Zumutung serviert. Und manchmal stößt man auch auf eine er­lesene Leckerei für wenig Geld.

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Durchschnittspreise Top Wohnlage Gute Wohnlage Mittlere Wohnlage Einfache Wohnlage
Einfamilienhäuser (€) Altbau
600.000 - 1.500.000
450.000 - 750.000
230.000 - 450.000
150.000 - 250.000
Neubau
k.A.*
k.A.*
k.A.*
k.A.*
Eigentumswohnungen
pro qm (€)
Altbau
2000 - 2300
1500 - 2000
1300 - 1600
1100 - 1400
Neubau
k.A.*
k.A.*
k.A.*
k.A.*
Miete pro qm (€) Altbau
8,00 - 10,00
7,50 - 9,00
6,50 - 8,00
6,00 - 7,00
Neubau
k.A.*
k.A.*
k.A.*
k.A.*
Durchschnittliche Preis- und Mietspannen in Euro für Eigenheime sowie Wohnungen, die bei Wohnfläche, Ausstattung oder Grundstücksgröße typisch für die jeweilige Lagekategorie sind. Bei Immobilien, die dem Standard nicht entsprechen, können Preise und Mieten von den genannten Werten abweichen. (*k.A: kein ausreichendes Angebot)
Villen und Wartelisten - Die besten Wohnlagen in Sachsenwald-Aumühle

Die Sachsenwaldgemeinden östlich von Hamburg sind wie ein gutbürgerliches Restaurant: Man bekommt viel ordent­liche Hausmannskost, aber auch die eine oder andere Zumutung serviert. Und manchmal stößt man auch auf eine er­lesene Leckerei für wenig Geld.

Etwa in Aumühle. „Dort werden vor allem historische Villen nachgefragt“, sagt Joern Olaf Ridder von Grossmann & Berger. In der Nachbarschaft der Familie von Bismarck sind derzeit einige auf dem Markt, zumeist topsaniert. Die Käufer sind vor allem Familien, die das Wohnen im Grünen und die Nähe zu Hamburg schätzen, nicht aber die Immobilien­preise der Hansestadt. Die Nachfrage ist groß: Die Vermarktungszeit für eine kürzlich für 1,4 Mio. Euro verkaufte Villa in Aumühle lag nur bei vier Wochen. Makler wie Engel & Völkers führen für solche Objekte schon Wartelisten.

Wem das eine Preisklasse zu hoch ist, wird in Reinbek und Wentorf fündig. Beide Ortschaften liegen näher an Hamburg und bieten zudem eine bessere Infrastruktur als Aumühle oder das benachbarte Wohltorf. Gefragt sind vor allem Eigentumswohnungen: Penthouses oder Wohnungen mit Terrassen, die denselben Komfort bieten wie Einfamilienhäuser mit kleinen Gärten. Elf solcher Wohnungen sind gerade in der Ladestraße in Reinbek fertig geworden. Das Wohnen in den Hofhäusern am Schlosspark in ­unmittelbarer Nähe zur S-Bahn kostet bis zu 2700 Euro pro Quadratmeter.

Neue Einfamilienhäuser sind in allen vier Sachsenwaldgemeinden rar, ebenso Mehrfamilienhäuser. Die wenigen, die es gibt, sind in Toplagen bis zu zehn Prozent teurer als Bestandswohnungen. In Wentorf entstanden im vergangenen Jahr 67 neue Genossenschaftswohnungen Am Casinopark, wo bis zu 10,60 Euro pro Quadratmeter verlangt werden. Ein größeres Neubaugebiet zwischen Friedrichsruher Weg, Ostring, Wohltorfer Weg und Danziger Straße ist in Planung.

Vergleichsweise billig zu haben sind Einfamilienhäuser aus den 50er- und 60er-Jahren. Für solche Objekte sinken die Preise in allen Sachsenwaldgemeinden, denn sie sind teuer im Unterhalt, und ihre Umrüstung auf aktuelle energetische Standards verschlingt Unsummen.

Iris Quirin
capital.de, 30.06.2011

Stadtteil-Vergleich: Die besten Wohnlagen

Kaufpreise:Einfamilienhaus
Altbau
Einfamilienhaus
Neubau
ETW Altbau
(pro qm)
ETW Neubau
(pro qm)
Ort150.000 - 1.500.000k.A.* 1100 - 2300k.A.* 
Mietpreise:Haus oder Wohnung
Altbau (pro qm)
Haus oder Wohnung
Neubau (pro qm)
Capital-Urteil**
Ort6,00 - 10,00k.A.* 
Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; Quelle: Maklerumfrage, Erhebungszeitraum 2010-2011;
*kein ausreichendes Angebot; **Capital-Urteil: Ein Haus steht für "Finger weg",fünf Häuser stehen für ein "sehr attraktives Investment";
4
Capital-Urteil**
Eigennutzer und Kapitalanleger finden in den Sachsenwaldgemeinden Immobilien in nahezu jeder Preisklasse. Viele Häuser oder Wohnungen sind hier im Grünen günstiger als im nahegelegenen Hamburg, doch topsanierte und neue Immobilien gibt es auch hier nicht zum Schnäppchenpreis: Einfamilienhäuser in den besten Lagen kosten schon jetzt bis zu 1,5 Millionen Euro und könnten nach Meinung von Immobilienexperten mittelfristig noch einmal um bis zu fünf Prozent teurer werden. Vorsicht ist bei Objekten aus den 50er- und 60er-Jahren geboten. Aufwändige Sanierungen sind nur schwer kalkulierbar und können leicht Unsummen verschlingen.