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Im Aufwind - Die besten Wohnlagen in Erding
Der Großflughafen Franz-Josef-Strauß trotzt der Wirtschaftskrise. Mehr noch, er platzt aus allen Nähten, denn immer mehr Passagiere nutzen das Drehkreuz München. Für die Zukunft ist den Flughafenbetreibern nicht bange, denn die Prognosen für die Fluggastentwicklung im Erdinger Moos gehen von einem deutlichen Anstieg aus. Waren es 2010 noch 35 Millionen sollen es bis 2025 bereits 58 Millionen sein. Doch um dieses Volumen zu bewältigen, bedarf es der dritten ...
Der Großflughafen Franz-Josef-Strauß trotzt der Wirtschaftskrise. Mehr noch, er platzt aus allen Nähten, denn immer mehr Passagiere nutzen das Drehkreuz München. Für die Zukunft ist den Flughafenbetreibern nicht bange, denn die Prognosen für die Fluggastentwicklung im Erdinger Moos gehen von einem deutlichen Anstieg aus. Waren es 2010 noch 35 Millionen sollen es bis 2025 bereits 58 Millionen sein. Doch um dieses Volumen zu bewältigen, bedarf es der dritten Startbahn. Um die wird derzeit noch heftig gerungen. Im Frühsommer soll nun endlich die Entscheidung fallen. Während Gegner die Umwelt- und Lärmbelastung fürchten, sehen die Befürworter vor allem die vielen neuen Jobs. Derzeit arbeiten laut der Flughafengesellschaft München (FMG) 30.000 Menschen am Flughafen. Durch die neue Startbahn könnten noch einmal 11.000 hinzukommen. Damit würde die FMG nicht nur den Flugverkehr ankurbeln, sondern auch das Immobiliengeschäft im Umland.
Immobilienspezialisten sehen daher den geplanten Ausbau für Erding überwiegend positiv. „Eine neue Startbahn wird die Region München attraktiver machen“, meint Thomas Aigner von Aigner Immobilien. Das wiederum werte den Immobilienmarkt im Großraum München auf. Allerdings nicht überall. Die Immobilienpreise in den betroffenen Gebieten der Einflugschneisen werden deutlich fallen. Erding selbst ist aber vom Fluglärm nicht sehr betroffen. Trotz seiner Nähe zum Flughafen leiden die Bewohner kaum, da die Flugzeuge in Richtung Freising starten und landen.
Den Vorteil des nahen Flughafens, der guten Infrastruktur und des kulturellen Angebotes schätzen immer mehr Menschen. Erding ist eine der zuzugsstärksten Regionen Deutschlands. Vor allem junge Familien und Pendler zieht es hierher. Kein Wunder, ist doch die Verkehrsanbindung nach München gut – die S-Bahn braucht bis zum Marienplatz gerade einmal 45 Minuten – und die Preise sind bei weitem günstiger als in der Landeshauptstadt. Ein Haus in guter Lage kostet ab 350.000 Euro, ein neues Reiheneckhaus in der Stadt schlägt mit 500.000 Euro und mehr zu Buche. 250.000 Euro muss man für eine schöne Familienwohnung hinlegen.
Wie in vielen Umlandgemeinden und -städten ist auch in Erding das Angebot inzwischen sehr überschaubar geworden, da zu den Eigennutzern immer mehr Kapitalanleger hinzukommen. „Besonders Wohnungen und Grundstücke werden verstärkt nachgefragt“, so Makler Karl Kainz, In diesen Segmenten sei fast alles abverkauft. Leerstände bei Wohnungen gebe es so gut wie nicht. Auch Ein-Zimmer-Appartments und kleinere Wohnungen zu vermieten war und ist in Erding kein Problem, allein schon wegen der Fachhochschule. Nachdem die Mieten einige Zeit gefallen waren, liegen sie laut dem Immobilienteam der Raiffeisenbank Erding im Schnitt nun in guten Lagen bei stabilen 7,50 bis 10 Euro.
Das noch steigende Preisniveau bedingt durch die hohe Nachfrage hat auch noch einen anderen Grund: Die Wirtschaftskraft der Gegend ist sehr hoch. Größte Arbeitgeber der Stadt selbst sind der Fliegerhorst, der aber wie nun bekanntgegeben wurde über die nächsten zehn Jahre aufgelöst werden soll, der Erdinger Weißbräu und die Erdinger Therme. Bange ist den Erdingern nicht: Die Dynamik der Region ist groß, so dass auch das freiwerdende Personal durch Schließung des Militärflughafens schnell wieder am Arbeitsmarkt absorbiert werden wird, ist sich Kainz sicher – plant doch allein die Therme schon wieder Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 100 Millionen Euro. Zudem strahlt auch der Großraum Garching mit seinen Forschungseinrichtungen und Firmen wie Microsoft weiter auf den Immobilienmarkt Erding aus.
Das Überangebot an Wohnungen aus den vergangenen Jahren ist daher weitgehend abgebaut. Es gibt zwar durchaus Neubautätigkeit, doch sie reicht nicht aus, um die hohe Nachfrage zu befriedigen.
Erding wächst schnell. Im vergangenen Jahr zogen vor allem in den guten Lagen die Preise deutlich an. Durch die verstärkte Nachfrage seitens der Kapitalanleger sehen die Makler derzeit erneut eine leichte Steigerungen der Preise um die zwei bis drei Prozent. Auf längere Sicht wird auch der expandierende Flughafen, sollte die dritte Startbahn nun doch kommen, für neue Firmen attraktiv sein. Das würde den Immobilienmarkt noch weiter beflügeln.
Stadtteil-Vergleich: Die besten Wohnlagen
| Kaufpreise: | Einfamilienhaus Altbau | Einfamilienhaus Neubau | ETW Altbau (pro qm) | ETW Neubau (pro qm) | ||||
| Stadtpark | 450.000 - 700.000 | ![]() | 500.000 - 700.000 | ![]() | 2800 - 3100 | ![]() | 2900 - 3500 | ![]() |
| Altenerding | 320.000 - 550.000 | ![]() | 350.000 - 550.000 | ![]() | 1600 - 2900 | ![]() | 1800 - 3000 | ![]() |
| Altenerding-Süd | 250.000 - 320.000 | ![]() | 270.000 - 320.000 | ![]() | 1800 - 2300 | ![]() | 1800 - 2500 | ![]() |
| Mietpreise: | Haus oder Wohnung Altbau (pro qm) | Haus oder Wohnung Neubau (pro qm) | Capital-Urteil** | |||
| Stadtpark | 8,00 - 10,00 | ![]() | 10,00 - 11,00 | ![]() | ![]() | |
| Altenerding | 7,50 - 9,00 | ![]() | 7,50 - 9,50 | ![]() | ![]() | |
| Altenerding-Süd | 6,00 - 9,00 | ![]() | 8,00 - 10,00 | ![]() | ![]() | |
Preisprognose für 12 Monate:
= mehr als +5%,
= +2 bis +5%,
= +2 bis -2%,
= -2 bis -5%,
= mehr als -5%.
(*kein ausreichendes Angebot; **Capital-Urteil: Ein Haus steht für "Finger weg",fünf Häuser stehen für ein "sehr attraktives Investment")

| Capital-Urteil** |


