Strandperle - Die besten Wohnlagen in Halle an der Saale

Es kann noch so viel modernisiert, saniert und gebaut werden – es gibt trotzdem zu wenig Wohnraum. Die Preise erreichen Höhen, die vor einem Jahr noch undenkbar waren. Halle verblüfft den Rest der Republik. Seit drei Jahren boomt die Stadt, entgegen ­allen Prognosen steigt und steigt die Einwohnerzahl. Allein im vergangenen Jahr zogen rund 1000 Menschen an die Saale. Mittelständische Unternehmen schaffen neue Arbeitsplätze, die Universität gilt als exzellent,...

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Durchschnittspreise Top Wohnlage Gute Wohnlage Mittlere Wohnlage Einfache Wohnlage
Einfamilienhäuser (€) Altbau
200.000 - 800.000
150.000 - 500.000
100.000 - 250.000
7000 - 120.000
Neubau
300.000 - 800.000
200.000 - 600.000
150.000 - 250.000
70.000 - 150.000
Eigentumswohnungen
pro qm (€)
Altbau
1300 - 2400
1100 - 2000
800 - 1500
500 - 700
Neubau
1700 - 2500
1300 - 2200
1000 - 1800
k.A.*
Miete pro qm (€) Altbau
6,00 - 9,50
5,50 - 9,00
4,50 - 8,00
3,50 - 6,50
Neubau
6,00 - 10,00
5,50 - 8,50
5,00 - 8,00
k.A.*
Durchschnittliche Preis- und Mietspannen in Euro für Eigenheime sowie Wohnungen, die bei Wohnfläche, Ausstattung oder Grundstücksgröße typisch für die jeweilige Lagekategorie sind. Als Neubau gelten Objekte, die nicht älter als fünf Jahre sind oder die gerade errichtet werden. Bei Immobilien, die dem Standard nicht entsprechen, können Preise und Mieten von den genannten Werten abweichen. Quelle: Maklerumfrage, Erhebungszeitraum 2012 (*k.A: kein ausreichendes Angebot)
Strandperle - Die besten Wohnlagen in Halle an der Saale

Es kann noch so viel modernisiert, saniert und gebaut werden – es gibt trotzdem zu wenig Wohnraum. Die Preise erreichen Höhen, die vor einem Jahr noch undenkbar waren.

Halle verblüfft den Rest der Republik. Seit drei Jahren boomt die Stadt, entgegen ­allen Prognosen steigt und steigt die Einwohnerzahl. Allein im vergangenen Jahr zogen rund 1000 Menschen an die Saale. Mittelständische Unternehmen schaffen neue Arbeitsplätze, die Universität gilt als exzellent, die starke Industrie sorgt für hohe Wachstumsraten.

Für den Immobilienmarkt heißt das: Das Wohnangebot bleibt knapp, obwohl in der Stadt kräftig modernisiert, saniert und neu gebaut wird. Die Mieten steigen, die Kaufpreise für Immobilien ziehen an. Und das in allen Lagen der Stadt. Der ­Immobilienpreisspiegel für Sachsen und Sachsen-Anhalt listet Halle immer unter den ersten drei – mal vor Dresden, mal vor Leipzig und so gut wie immer vor Magdeburg. Die hohen Investitionen in Renovierung oder Sanierung von Häusern und Wohnungen und Fassaden, so scheint es, zahlen sich aus.

Beispiel Rannische Straße: Eine ganze Häuserzeile wurde dort aufwendig saniert, einzelne Lücken wurden durch Neubauten ergänzt. Die Nachfrage nach Wohnungen in der City ist ungebrochen, Kaltmieten beginnen hier inzwischen bei 7 Euro je Quadratmeter. Das war vor einem Jahr noch undenkbar.

Beispiel Schülershof: Einst ein wenig begehrtes Areal mit Neubaublöcken in unmittelbarer Nähe zum Markt, trifft das Quartier heute dank Modernisierung ­genau die Vorstellungen der steigenden Zahl an Studenten der Martin-Luther-Universität. Auch in der Großen Brau­hausstraße, in der Mittelstraße und am Großen Berlin wird renoviert.

Halles beliebteste Wohnviertel im Norden – Kröllwitz sowie Paulus-, Giebichenstein- und Mühlwegviertel – sind fast vollständig saniert. Wohnungen und Einfamilienhäuser sind nur schwer zu bekommen. Die Kaltmieten in diesen Gegenden liegen zwischen 6 und 9 Euro. Für eine hochwertig sanierte Wohnung wie etwa in der Kirchbergstraße in Kröllwitz muss auch mit 14 Euro gerechnet werden.

Der Immobilienmarkt ist eng, obwohl nicht nur renoviert, sondern auch viel gebaut wird wie im Friedrichstraßenviertel. An der Ecke Ludwig-Wucherer- und Emil-Abderhalden-Straße wird derzeit das Fundament gelegt für das neue ­Geisteswissenschaftliche Zentrum der Universität, das bis zu 17 Institute mit 350 Mitarbeitern und Tausenden Studenten beherbergen wird. Im Jahr 2014 soll der neue Steintor-Campus schließlich ­eröffnet werden.

Schon jetzt bekommen viele Häuser in den angrenzenden Straßen einen frischen Anstrich in Erwartung neuer Mieter. In den uninahen Wohnlagen muss man mit 2000 bis 2500 Euro pro Quadratmeter für eine neu gebaute Eigentumswohnung rechnen.

Mehr als Eigentumswohnungen im Neubau werden aber moderne, frei ­stehende Eigenheime gesucht. Und selten gefunden. Denn in Halle gibt es bislang zu wenig Baugebiete, und auch in den ­begehrten Lagen Halle-Dölau, Wörmlitz oder Heide-Süd, der populärsten Gegend, wird es langsam eng. Von hier aus ist man in wenigen Minuten in der Dölauer ­Heide und ebenso auf dem Weinberg-Campus, Arbeitsstätte vieler Immobilieninteressenten. Einfamilienhäuser in Heide-Süd kosten zwischen 180.000 und 250.000 Euro.

Günstiger sind die Einstiegspreise nur in der südlichen Innenstadt, dafür sind die Häuser meist sehr klein. Hier, in der Nähe des Lutherplatzes, zahlt man für ein Stadthäuschen zwischen 150.000 und 230.000 Euro. Wer in Kröllwitz, Giebichenstein-, Paulus- oder Vogelviertel sucht, braucht viel Glück, dort steht nur selten ein Haus zum Verkauf.

capital.de, 10.05.2012

Stadtteil-Vergleich: Die besten Wohnlagen

Kaufpreise:Einfamilienhaus
Altbau
Einfamilienhaus
Neubau
ETW Altbau
(pro qm)
ETW Neubau
(pro qm)
Kröllwitz200.000 - 800.000300.000 - 800.0001300 - 24001700 - 2500
Paulusviertel200.000 - 500.000250.000 - 600.0001100 - 18001500 - 2100
Giebichensteinviertel150.000 - 500.000200.000 - 600.0001000 - 16001500 - 2200
Friedrichstraßenviertelk.A.* k.A.* 1200 - 19001300 - 1800
Vogelviertel120.000 - 200.000k.A.* k.A.* k.A.* 
Innenstadtk.A.* k.A.* 1000 - 1500k.A.* 
Heide-Südk.A.* 180.000 - 250.000k.A.* k.A.* 
Südliche Innenstadt60.000 - 150.000150.000 - 230.000800 - 1500800 - 1500
Mietpreise:Haus oder Wohnung
Altbau (pro qm)
Haus oder Wohnung
Neubau (pro qm)
Capital-Urteil**
Kröllwitz6,00 - 9,506,00 - 10,00
Paulusviertel5,50 - 9,00k.A.* 
Giebichensteinviertel6,00 - 8,505,50 - 8,50
Friedrichstraßenviertel5,00 - 9,50k.A.* 
Vogelviertel6,00 - 8,00k.A.* 
Innenstadt5,00 - 8,006,00 - 8,00
Heide-Südk.A.* k.A.* 
Südliche Innenstadt4,50 - 7,505,50 - 8,00
Durchschnittspreise in Euro für typische Objekte; Quelle: Maklerumfrage, Erhebungszeitraum 2012
Preisprognose für 12 Monate: = mehr als +5%, = +2 bis +5%, = +2 bis -2%, = -2 bis -5%, = mehr als -5%.
(*kein ausreichendes Angebot; **Capital-Urteil: Ein Haus steht für "Finger weg",fünf Häuser stehen für ein "sehr attraktives Investment")
4
Capital-Urteil**
Die Zeit der Schnäppchen ist vorbei. ­Viele Immobilieninteressenten sind neue Hallenser, die länger hier wohnen wollen. Die Zuzügler fragen nach hochwertigen, häufig auch altersgerechten Wohnungen. Die Voraussetzungen für Privat- und Kapitalanleger bleiben günstig, da Wohnraum weiterhin bezahlbar ist. Mehrfamilienhäuser sind immer für das Acht- bis ­Elffache der Jahresmiete zu haben und werfen stabile Renditen ab.

 
 

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