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Buhlen um Steuerzahler - Die besten Wohnlagen in Hamburg - Harburg
Harburgs Politiker haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Rund 700 Wohnungen wollen sie jährlich an der Süderelbe bauen lassen. „Eine sportliche Herausforderung“, nannte es Harburgs Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg, als er seine Pläne im vorigen Herbst präsentierte. Sein Nachfolger im Amt, Thomas Völsch, muss jetzt das politische Erbe antreten und das Leben südlich der Elbe attraktiver machen – bevor noch mehr einkommensstarke Steuerzahler ins ...
Harburgs Politiker haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Rund 700 Wohnungen wollen sie jährlich an der Süderelbe bauen lassen. „Eine sportliche Herausforderung“, nannte es Harburgs Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg, als er seine Pläne im vorigen Herbst präsentierte. Sein Nachfolger im Amt, Thomas Völsch, muss jetzt das politische Erbe antreten und das Leben südlich der Elbe attraktiver machen – bevor noch mehr einkommensstarke Steuerzahler ins Umland abwandern. Daher wird sich nichts an der langfristigen Strategie ändern.
Die Immobilienprofis schwanken zwischen Hoffen und Skepsis. „In den vergangenen zehn Jahren wurden hier jährlich gerade mal 250 neue Wohnungen gebaut“, sagt Thorsten Schleyer, von Grossmann & Berger. „Das wäre schon eine enorme Steigerung.“ Und eine Entspannung für den Wohnungsmarkt.
Laut Gutachterausschuss werden in Harburg pro Jahr durchschnittlich 200 Eigentumswohnungen, 340 Eigenheime und 45 Bauplätze verkauft.
Die Preise sind dort im Vergleich zum Rest Hamburgs human. Eine Eigentumswohnung im Bezirk Harburg wird derzeit für durchschnittlich 1800 Euro je Quadratmeter angeboten – und damit 35 Prozent preiswerter als auf der anderen Elbseite. Ein Einfamilienhaus kostet durchschnittlich 255.000 Euro, immerhin 21 Prozent weniger als in Hamburg.
„Die Schmerzgrenze für Investitionen in Harburg liegt bei 350.000 Euro“, weiß Schleyer. Der Durchschnittsmietpreis ist mit 7,50 Euro je Quadratmeter 25 Prozent niedriger als nördlich der Elbe.
Auch in Wilhelmsburg zahlt man mittlerweile solche Summen. Die näher rückende Internationale Bauausstellung macht sich bemerkbar: Das Viertel wird aufpoliert. Weg von Schmuddelimage und kulturellen Konflikten, hin zum Wohnstandort mit Zukunft – inklusive Pflegeheim mit Hamam oder Demenz-WG für Muslime. Rund 5000 neue Wohnungen werden bis 2020 benötigt. Da kommt das Angebot kaum mit.
Immobilienpreise in Harburg
| Einfamilienhaus Kaufpreis Altbau: | 180.000 - 400.000 | |
| Einfamilienhaus Kaufpreis Neubau: | 250.000 - 500.000 | |
| Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm Altbau: | 800 - 2500 | |
| Eigentumswohnung Kaufpreis pro qm Neubau: | 2500 - 3500 | |
| Haus oder Wohnung Miete pro qm Altbau: | 7,00 - 10,00 | |
| Haus oder Wohnung Miete pro qm Neubau: | 8,00 - 12,00 | |
| Capital-Urteil**: | ![]() |
Preisprognose für 12 Monate:
= mehr als +5%,
= +2 bis +5%,
= +2 bis -2%,
= -2 bis -5%,
= mehr als -5%.
(*kein ausreichendes Angebot; **Capital-Urteil: Ein Haus steht für "Finger weg",fünf Häuser stehen für ein "sehr attraktives Investment")

