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Land in Sicht - Die besten Wohnlagen in Mannheim
Es ist eine historische Chance für die Stadt Mannheim. Die US-Streitkräfte hinterlassen mehr als 500 Hektar Konversionsflächen. Hier könnte dringend benötigter Wohnraum entstehen. Der 23. Juni 2010 wird als historisches Datum in die Annalen der Stadt Mannheim eingehen. An diesem Tag gaben die US-Streitkräfte ihren Abzug aus der Region bekannt. 25.000 Menschen, US-Soldaten, ihre Familien und zivile Angestellte, kehren der Stadt bis 2015 den Rücken....
Es ist eine historische Chance für die Stadt Mannheim. Die US-Streitkräfte hinterlassen mehr als 500 Hektar Konversionsflächen. Hier könnte dringend benötigter Wohnraum entstehen.
Der 23. Juni 2010 wird als historisches Datum in die Annalen der Stadt Mannheim eingehen. An diesem Tag gaben die US-Streitkräfte ihren Abzug aus der Region bekannt. 25.000 Menschen, US-Soldaten, ihre Familien und zivile Angestellte, kehren der Stadt bis 2015 den Rücken. Und Mannheim muss ein Konversionsprojekt stemmen, das in ganz Deutschland seinesgleichen sucht. Nach einer neun Monate andauernden Diskussion liegen die Eckpunkte für die Planung jetzt vor: Ganz oben auf der Agenda steht die Schaffung neuer Wohnquartiere an mindestens vier der insgesamt neun Standorte. Der Planungsschwerpunkt: die bereits geräumten Hammonds Barracks in Mannheim-Seckenheim mit einer Fläche von sieben Hektar und die Turley Barracks in der Neckarstadt-Ost, ein Areal, das 13 Hektar umfasst. Eine große Herausforderung stellt das Benjamin Franklin Village im Stadtteil Käfertal mit rund 2000 Wohnungen dar, das bis Ende 2014 übergeben werden soll.
Im Moment ist jedoch nicht davon auszugehen, dass diese Immobilien zeitnah auf den Markt kommen. Die Stadt Mannheim setzt auf eine nachhaltige Entwicklung der Konversionsflächen und möchte vor allem Besserverdiener und junge Familien für das Wohnen in der Quadratestadt gewinnen. Bevorzugen diese doch immer noch häufig das attraktive Umland. „Natürlich ist es für Mannheim nicht so einfach, mit den idyllischen Hanglagen in der Pfalz oder an der Bergstraße zu konkurrieren“, ist sich Susanne Metz, Abteilungsleiterin im Fachbereich Städtebau der Stadt Mannheim, dieser Problematik bewusst. „Und haben die Menschen bereits einmal andernorts gebaut, ist es schwierig, sie wieder zur Rückkehr zu bewegen.“ Mit den eher einfachen Immobilien auf den Konversionsflächen wird dies nicht gelingen. Deshalb hat die Stadt neue Wohnkonzepte wie Lofts im Blick, um beispielsweise Gründer und Selbstständige sowie junge Akademiker an die Stadt zu binden, die nach dem Studium hier ihre Arbeit aufnehmen. Und sie baut auf repräsentative und barrierefreie Objekte für die wohlhabende Generation 50 plus, die nach der Familienphase in einer Immobilie auf dem Land wieder die Vorzüge der Urbanität entdeckt.
Auch wenn die Realisierung dieser Pläne auf den Konversionsflächen noch Zukunftsmusik ist, im kleinen Stil werden solche Projekte bereits umgesetzt und stoßen auf große Nachfrage. Denn selbst wenn die Bautätigkeit massiv angezogen hat – aktuell summieren sich die einzelnen Bauvorhaben in der Stadt zu einem Gesamtvolumen von 2000 Wohnungen –, bleibt hochwertiger Wohnraum knapp. In den angesagten Wohnvierteln wie der Oststadt oder auf dem Lindenhof steigen die Preise in für Mannheim bisher ungeahnte Höhen.
Vor allem in dem stadtnah gelegenen Viertel Lindenhof und in der Innenstadt drehen sich die Baukräne. „Die Mannheimer City liegt seit einiger Zeit voll im Trend“, so Edith Weickum, Geschäftsführerin des Immobilienmaklers Blumenauer im Quadrat. „Die Menschen schätzen die kurzen Wege. Die Nachfrage übersteigt bei Weitem das Angebot. Einziger Knackpunkt: Die Wohnungen müssen bezugsfertig sein. Zeit und Geld für Renovierungen oder Sanierungen will heute niemand mehr investieren.“
Während es in der Mannheimer Innenstadt, nach ihrer schachbrettartigen Aufteilung Quadrate genannt, vorwiegend um das Schließen von Baulücken oder die Neugestaltung einzelner Unterquadrate geht, verändert der benachbarte Stadtteil Lindenhof komplett sein Gesicht. Was vor allem bei den schon lange dort ansässigen Familien nicht immer auf Begeisterung stößt. Hier entsteht auf einem Areal von 33 Hektar das Glückstein-Quartier. Das Projekt hieß bis zum vorigen Jahr noch Mannheim 21 und wurde dann umgetauft, auch um negative Assoziationen mit Stuttgart 21 zu vermeiden. Es ist das nach der Konversion wohl wichtigste städtebauliche Vorhaben der Stadt und kommt jetzt mit Riesenschritten voran.
Nach Fertigstellung des Lanzcarrés mit 87 Senioren- sowie 70 klassischen Eigentumswohnungen steht nun das benachbarte Glückstein-Carré mit rund 250 Wohneinheiten kurz vor der Vollendung. Und auch die Verhandlungen über den Verkauf der ersten Grundstücke auf der Bahninsel sind weit fortgeschritten. Hier ist eine Mischnutzung vorgesehen. Insgesamt wird das Glückstein-Quartier rund 1500 Menschen eine neue Heimat bieten. Rund 4600 Arbeitsplätze sollen entstehen.
Stadtteil-Vergleich: Die besten Wohnlagen
| Kaufpreise: | Einfamilienhaus Altbau | Einfamilienhaus Neubau | ETW Altbau (pro qm) | ETW Neubau (pro qm) | ||||
| Oststadt | 300.000 - 3.500.000 | ![]() | k.A.* | 1750 - 5000 | ![]() | 3000 - 5000 | ![]() | |
| Lindenhof/Niederfeld | 190.000 - 2.000.000 | ![]() | 500.000 - 2.000.000 | ![]() | 1600 - 3800 | ![]() | 3500 - 4700 | ![]() |
| Quadrate | k.A.* | k.A.* | 1000 - 3500 | ![]() | 2500 - 4500 | ![]() | ||
| Neuostheim | 400.000 - 1.000.000 | ![]() | 400.000 - 1.200.000 | ![]() | 1800 - 3500 | ![]() | 3200 - 3800 | ![]() |
| Neuhermsheim | 250.000 - 800.000 | ![]() | 300.000 - 1.000.000 | ![]() | 1800 - 2500 | ![]() | 2800 - 3300 | ![]() |
| Neckarstadt-Ost | 220.000 - 800.000 | ![]() | 300.000 - 1.000.000 | ![]() | 1000 - 3500 | ![]() | 1800 - 4000 | ![]() |
| Feudenheim | 180.000 - 800.000 | ![]() | 210.000 - 900.000 | ![]() | 1400 - 3200 | ![]() | 2400 - 3500 | ![]() |
| Seckenheim | 150.000 - 700.000 | ![]() | 175.000 - 800.000 | ![]() | 1300 - 2700 | ![]() | 2200 - 3600 | ![]() |
| Jungbusch | k.A.* | k.A.* | 800 - 2000 | ![]() | k.A.* | |||
| Mietpreise: | Haus oder Wohnung Altbau (pro qm) | Haus oder Wohnung Neubau (pro qm) | Capital-Urteil** | |||
| Oststadt | 7,00 - 18,00 | ![]() | k.A.* | ![]() | ||
| Lindenhof/Niederfeld | 7,00 - 16,00 | ![]() | 7,50 - 15,00 | ![]() | ![]() | |
| Quadrate | 6,00 - 12,00 | ![]() | 10,00 - 15,00 | ![]() | ![]() | |
| Neuostheim | 7,00 - 11,00 | ![]() | 9,00 - 13,00 | ![]() | ![]() | |
| Neuhermsheim | 7,00 - 10,00 | ![]() | 8,00 - 11,00 | ![]() | ![]() | |
| Neckarstadt-Ost | 4,00 - 12,00 | ![]() | 7,00 - 15,00 | ![]() | ![]() | |
| Feudenheim | 6,00 - 10,00 | ![]() | 7,00 - 11,00 | ![]() | ![]() | |
| Seckenheim | 5,50 - 11,00 | ![]() | 6,50 - 11,00 | ![]() | ![]() | |
| Jungbusch | 4,50 - 8,50 | ![]() | k.A.* | ![]() | ||
Preisprognose für 12 Monate:
= mehr als +5%,
= +2 bis +5%,
= +2 bis -2%,
= -2 bis -5%,
= mehr als -5%.
(*kein ausreichendes Angebot; **Capital-Urteil: Ein Haus steht für "Finger weg",fünf Häuser stehen für ein "sehr attraktives Investment")




