Invasion der Hamburger - Die besten Wohnlagen in Norderstedt

Wohl nirgends sonst im Hamburger Umland lässt sich das Konzept „in Hamburg arbeiten, in Schleswig-Holstein wohnen“ so leicht verwirklichen wie hier. Ohne es zu bemerken, überquert man mit der U-Bahn-Linie?1 von Langenhorn kommend die Landesgrenze, um ein paar Stationen weiter im Norderstedter Stadtteil Garstedt mitten im Herold-Center, einer Shoppingmall, auszusteigen. Wer hier wohnt, muss sich nicht einmal am Telefon als Landei outen – Norderstedt hat dieselbe ...
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Durchschnittspreise Top Wohnlage Gute Wohnlage Mittlere Wohnlage Einfache Wohnlage
Einfamilienhäuser (€) Altbau
380.000 - 680.000
250.000 - 400.000
210.000 - 270.000
150.000 - 230.000
Neubau
430.000 - 470.000
280.000 - 450.000
250.000 - 300.000
k.A.*
Eigentumswohnungen
pro qm (€)
Altbau
1600 - 2500
1400 - 2000
1200 - 1700
1000 - 1400
Neubau
2400 - 3000
2100 - 2700
1900 - 2500
k.A.*
Miete pro qm (€) Altbau
8,00 - 10,00
7,00 - 9,00
6,00 - 8,00
5,00 - 7,00
Neubau
8,00 - 10,00
7,00 - 9,00
6,00 - 8,00
k.A.*
Durchschnittliche Preis- und Mietspannen in Euro für Eigenheime sowie Wohnungen, die bei Wohnfläche, Ausstattung oder Grundstücksgröße typisch für die jeweilige Lagekategorie sind. Als Neubau gelten Objekte, die nicht älter als fünf Jahre sind oder die gerade errichtet werden. Bei Immobilien, die dem Standard nicht entsprechen, können Preise und Mieten von den genannten Werten abweichen. Quelle: Maklerumfrage, Erhebungszeitraum 2012 (*k.A: kein ausreichendes Angebot)
Invasion der Hamburger - Die besten Wohnlagen in Norderstedt

Wohl nirgends sonst im Hamburger Umland lässt sich das Konzept „in Hamburg arbeiten, in Schleswig-Holstein wohnen“ so leicht verwirklichen wie hier. Ohne es zu bemerken, überquert man mit der U-Bahn-Linie?1 von Langenhorn kommend die Landesgrenze, um ein paar Stationen weiter im Norderstedter Stadtteil Garstedt mitten im Herold-Center, einer Shoppingmall, auszusteigen. Wer hier wohnt, muss sich nicht einmal am Telefon als Landei outen – Norderstedt hat dieselbe Vorwahl wie die Hansestadt: 040. Rings um die zentrale Rathausallee profitieren die Norderstedter vom Alles-vor-Ort-Prinzip: Geschäfte, Restaurants, Rathaus, Kino, das Kongress- und Kulturzentrum Tribühne und Marktplätze befinden sich in Gehdistanz.

Angesichts der hohen Immobilienpreise in Hamburg boomte der Norderstedter Markt im vorigen Jahr wie nie zuvor. Marion Faber vom Maklerbüro Engel?&?Völkers spricht von einer „Hamburger Invasion entlang der U-Bahn-Linie bis zur Rathausallee“. In diesem Zuge stieg auch die Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Wohnungen in den Stadtteilen Garstedt und Glashütte sowie in Teilen von Harksheide und Norderstedt-Mitte. Weiter nördlich finden sich noch Quartiere, die laut Faber fest in den ­Händen alteingesessener Norderstedter Familien sind. Hierzu gehören die Lieb­haber­ecken mit Reetdachhäusern um die Bargkoppel zwischen Steindamm und Harckesheyde.

Als Folge der großen Nachfrage haben die Preise für Häuser und Wohnungen im vergangenen Jahr noch einmal angezogen. In allen Stadtteilen liegt die untere Grenze der Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser bei etwa 200.000 Euro. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im Altbau rangieren über 1000 Euro. Mietpreise beginnen bei 6 bis 7 Euro pro Quadratmeter.

Einige Immobilienexperten sehen damit die Entwicklung ausgeschöpft. Thomas Bensow von Trepte Immobilien erwartet weitere Preissteigerungen höchstens noch in den direkt an Hamburg grenzenden Gebieten und im Neubau. Ähnlich beurteilt Makler Hoffmann die Situation: „Tendenziell werden die ­älteren Objekte im Preis eher nach unten gehen, was vor allem an den vielen unsanierten Häusern aus den 60er- und 70er-Jahren liegt.“

capital.de, 10.05.2012
3
Capital-Urteil**
Weil die Preise in der Hansestadt ungeahnte Höhen erklimmen, zieht es Immobilieninteressenten immer weiter vor die Tore der Hansestadt. Vor allem bezahl­barer Wohnraum für Familien ist gefragt. Auch im Umland klettern nun die Preise, denn Neubauprojekte fehlen. Allerdings muss man differenzieren: Die Sahnestücke werden teurer, marode und schlecht gepflegte Häuser billiger. Insgesamt erwarten die Makler, dass die Preise für Häuser und Wohnungen im Bestand in den kommenden zwölf Monaten stabil bleiben. Wertsteigerungen sind für einige extrem gefragte Standorte wie Pinneberg oder Teile von Norderstedt zu erwarten. Aber auch mittlere Lagen haben Aufstiegspotenzial, wie zum Beispiel Hagen in Ahrensburg.
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